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Veranstaltung "Der Löwenwirt aus Neckarsulm"

25.01.2013 Bürgertreff Neckarsulm
Volles Haus im Bürgertreff beim Vortrag "Der Löwenwirt aus Neckarsulm"
Volles Haus im Bürgertreff beim Vortrag "Der Löwenwirt aus Neckarsulm"

Dieter Herlau führte die Gäste in die Vergangenheit von Neckarsulm und in die Zeit von Peter Heinrich Merkle (1770-1821). Merkle war als Landtagsabgeordneter und Senator ein prominenter und sehr vermögender Bürger. Als Besitzer des Löwen und der Reisachmühle, war er erfolgreich im Wein- und Holzhandel und im Salzgeschäft. Seine Zeit in Ulm, in der er vermutlich das akademische Gymnasium besuchte, gab ihm Prägung und Bildung. Durch die Schrift „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung“, des Verfassers Palm aus Schorndorf und der deswegen in Braunau erschossen wurde, kam auch Peter Heinrich Merkle durch die Weitergabe des Pamphlets in das Getriebe der napoleonisch beeinflussten Zeit. Da die Schrift als Angriff auf Napoleon und sein Vorgehen im Lande angesehen wurde, inhaftierte man Merkle ebenfalls in Braunau. Erst nach längerer Zeit wurde er nach einer entbehrungsreichen Haft von dort entlassen. Weil sich die Fürsten Bayerns und Württembergs ebenfalls verunglimpft sahen, musste er auch noch vier Wochen auf den Hohenasperg in Arrest. Durch Fürsprache eines Grafen und eines Hofrats und einer Petition, kam er endlich wieder in Freiheit. An den Löwenwirt erinnern heute noch sein Markenzeichen, das in Neckarsulm am ehemaligen Lokal präsent ist und eine nach ihm benannte Straße. M.H

Erfasst von: Rosemarie Schober
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