Gefahr aus der Pillendose
21.01.2013 Diabetiker-Vereinigung Stadt/Landkreis Heilbronn/DVHDer Vortrag von Dieter Harfensteller, Apotheker in Heilbronn, bei der Diabetiker-Vereinigung machte deutlich, dass es nicht einfach ist, eine zunehmende Anzahl von Medikamenten optimal auf den jeweiligen Patienten einzustellen, ohne dabei die Gesamtwirkung auf den Körper aus dem Auge zu lassen. Sehr häufig ergeben sich Wechselwirkungen, die durch unterschiedliche Zeiten der Einnahme, durch häufiges Trinken und Messen des Blutzuckers in Griff bekommen werden können. Das Lebensalter beeinflusst die Medikamentenverträglichkeit durch verminderten Blutfluss, geringeren Wasser- und höheren Fettanteil. Besonders Herzmedikamente und Psychopharmaka müssen sehr genau auf den Patienten abgestimmt werden, da diese Medikamente nur einen sehr engen therapeutischen Bereich haben, ehe die enthaltenen Wirkstoffe eine eher giftige Wirkung haben. Ein Arzt muss also sehr genau abwägen, ob die Freisetzung der Wirkstoffe, ihre Aufnahme und Verteilung im Körper, der Ab- und Umbau der Stoffe und ihre Ausscheidung dem Patienten zuträglich ist. Da auch die Größe der Tablette und ihr Überzug über die Aufnahme im Körper entscheidet, muss der Zeitpunkt der Einnahme wohl überlegt sein. Etwaige Interaktionen der Medikamente mit Mineralwässern schaltet man am besten durch die Einnahme mit Leitungswasser aus.est
