Das Brackenheimer Schloss-Witwensitz der Württemberger

Schloss Brackenheim innen; Aufn. Heidrun Lichner
Einen besonderen Zuspruch erlebte das Thema „Schloss Brackenheim“ beim Stammtisch des Zabergäuvereins in Frauenzimmern. 60 Besucher verfolgten gespannt den Diavortrag von Dr. Wolf Eiermann von der Staatsgalerie Stuttgart.
Die Magenheimer, mächtiges Herrschergeschlecht im Zabergäu, besaßen zunächst die Stadt Brackenheim an der bedeutenden Fernverkehrsstraße Frankfurt- Cannstatt. Brackenheim mit seiner Stadtburg wurde 1367 an Württemberg verkauft. Die zum Schloss umgebaute Burg wurde als Witwensitz der Württemberger ausgewiesen. Dort sollte 1628 Barbara Sophia, damals 44 Jahre alt, als Witwe mit ihrem Hofstaat von 48 Personen einziehen. Mit den Einkünften vom Amt Brackenheim und weiteren Mitteln ließ sie große Umbauten vornehmen. Aber sie bezog ihr zugewiesenes Domizil nicht. Jedoch ihr kaiserlicher Schutzbrief hat immerhin mitten im 30-jährigen Krieg zunächst Brackenheim vor größeren Plünderungen bewahrt. Auch die Schwiegertochter, eine gebürtige Gräfin aus dem Hause Öttingen, hat knapp 20 Jahre später als Witwe erneut viele Umbauten vornehmen lassen, ohne ins Schloss einzuziehen. Im Witwensitz wurde im 17.Jahrhundert die zweitgrößte Bildersammlung von Württemberg angelegt. Wäre es nicht sinnvoll, bei einer neuen Verwendung des Schlosses diese Einmaligkeit einzubeziehen? sz
Eingestellt von: Heidrun Lichner
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