Die Erstürmung der Burg Stocksberg im Zabergäuverein

Burg Stocksberg mit Nebengebäuden Fotograf: Heidrun Lichner, Ort: Burg Stocksberg (Foto: Heidrun Lichner)
Rund 60 Teilnehmer kamen zum Stammtisch des Zabergäuvereins in den „Ochsen“ nach Frauenzimmern, um von dem herausragenden Heimatforscher Dr. Otfried Kies etwas über den „Bauernkrieg im Zabergäu“ zu hören.
1525 zog an Ostern ein „Bauernhaufe“ zur Burg Stocksberg. Die Bauern, deren Namen fast alle bekannt sind und vom Referenten genannt wurden, entstammten vorwiegend aus den verschiedenen Zabergäugemeinden, am Ende waren es wohl an die 2000 Mann und einige beherzte Frauen. Sie ernannten Hans Wunderer aus Pfaffenhofen zu ihrem Hauptmann und organisierten den Bauernhaufen gut durch. Die Besatzung des Schlosses Stockheim wurde zur Übergabe aufgefordert. Als die wenigen Verteidiger dem nicht nachkamen, stürmten die Bauern das Schloss. Ihr Hass auf den Deutschritterorden, dem das Schloss gehörte, war besonders groß, denn er presste von seinen Untertanen große Abgaben heraus, verlangte harte Frondienste, ohne dass es Gegenleistungen gab. Gebäudeteile des Schlosses wurden zerstört, ehe der Bauernhaufe das Kloster Rechentshofen plünderte und weiter Richtung Feuerbach zog. Wenige Monate später schlugen die Herren zurück. Fast alle 2000 Bauern mussten ein Geständnis ablegen, wurden hart bestraft, mussten große Summen bezahlen, die zerstörten Teile des Schlosses wieder aufbauen. sz
Eingestellt von: Heidrun Lichner
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