Sippenhaft für Familie desWiderstandskämpfers Goerdeler

Befreite Geiseln vor dem Hotel "Pragser Wildseee" Fotograf: ?, Ort: Niederdorf (Foto: ?)
Kurt Sartorius berichtete im Zabergäuverein über interessante neue Aspekte der Sippenhaft der Familie Carl Goerdelers, des Widerstandskämpfers und Leipziger Oberbürgermeisters, die nach dem misslungenen Attentat auf Hitler 1944 im Katharinenplaisir in Sippenhaft genommen und nach Heilbronn gebracht wurde. Fast 9 Monate dauert ihre schwere Odyssee zusammen mit vielen weiteren prominenten Häftlingen über 9 Stationen, darunter KZ Buchenwald, KZ Dachau, SS Sonderlager in Innsbruck. Was ist der Grund, dass man 139 „Ehrenhäftlinge“ mit schwer bewaffnetem Begleitkommando mit 5 Omnibussen quer durch Deutschland fährt? Die Prominenten sollten als Faustpfand für die Verhandlungen mit den Amerikanern dienen. Bis zum Schluss lebten sie zw. Hoffen und Bangen, hörten von ihren Bewachern immer wieder erschießen, umlegen. Durch ein Missverständnis können Sie nicht in das ihnen zugedachte letzte Quartier. Sie übernachten in Niederdorf (Hochpustertal). Mitgefangener Oberst von Bonin nutzt seine Kontakte und bittet den Chef des Stabes der Heeresgruppe in Bozen General Röttiger um Hilfe. Hauptmann Alversleben setzt die SS fest, indem er zwei Wehrmachtskompanien anfordert. Die Geiseln finden freundliche Aufnahme im Hotel „Pragser Wildsee“. Dort werden sie 4 Tage später durch die US-Armee befreit.
Eingestellt von: Heidrun Lichner
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