Stammtisch im Oktober des Zabergäuvereins

Dieser Tintenfischpilz wurde vermutlich mit Sporen an den Wanderschuhen in den Stromberg getragen.
Beim Stammtisch des Zabergäuvereins im Gasthaus „Ochsen“ in Güglingen- Frauenzimmern erlebten 30 Zuhörer einen spannenden Vortrag der Pilzsachverständigen Ilse Schopper. „Delikatessen, Mörder, Leichenfledderer und doch die besten Freunde unserer Wälder – eine Betrachtung zur Ökologie der Pilze“ hat sie ihr Thema überschrieben.
Weltweit gibt es rd. 1 Million Pilzsorten, erforscht sind 60 000, 40 davon sind essbar. In Deutschland geht man von etwa 4 – 5000 Pilzarten aus. Das Zellgerüst der Pilze entspricht weder dem der Pflanzen noch dem der Tiere, so ordnet man sie einer eigenen Gruppe zu. Das Pilzmyzel liegt unter der Erde, nur der Sporenträger erscheint über der Erde, vergleichbar mit dem Apfel am Apfelbaum. 3 Hauptarten unterscheiden wir. Die Symbionten, die Saprobionten und die Parasiten. Der Hallimasch zählt als größtes Organ der Welt und wiegt mehrere Tonnen.
Verschiedene Bilder von Pilzen belegten unterschiedliche Größen, Formen und Farben. Die Frage „giftig, essbar, ungenießbar“ beschäftigt natürlich jeden Pilzfreund. Gängige Antworten wie Geruch, Schneckenfraß u.a.m. helfen nicht, nur die genaue Kenntnis. „Mit der Ilse in die Pilze“, dazu wurde sicher mancher Stammtischbesucher nach dem eindrucksvollen Vortrag animiert. sz

Eingestellt von: Heidrun Lichner
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