Stammtisch über Kleindenkmale

Beim Stammtisch des Zabergäuvereins im „Gasthaus Weinsteige“ ging es um Kleindenkmale. Es sind von Menschenhand geschaffene, ortsfeste oft freistehende kleine Denkmale. Dr. Norbert Hofmann, Archivar von Lauffen, sieht darin Zeugnisse früheren Schaffens, die es zu erhalten gilt. Bei der Vielfalt der Kleindenkmale beschränkte sich der Referent auf die Lauffener Markung.
Einen Schiffspoller von 1883, Flusskilometersteine am Neckar, Weinbergstaffeln und in Stein gemeißelte Namen von Besitzern der Weinberge findet man noch auf der Gemarkung. Aber auch alte Weinberghäuschen und Weinbergschützenhütten sind neben einem Eis- und einem Felskeller erhalten oder wieder nach altem Vorbild hergerichtet. Eine Ruhebank aus verschieden hohen Sandsteinen hat man an früherer Stelle neu aufgestellt. Geht man ins Städtchen hinein, so entdeckt man Neidköpfe zu Abwehr böser Geister, Türstürze mit Jahreszahlen, besondere Haustürklingeln, an der Regiswindiskirche ein Ellenmaß für die Marktleute. Auf dem Friedhof oder an Kirchenmauern geben alte Grabsteine unterschiedliche Hinweise auf Beruf und Amt des Verstorbenen. So bot der Vortrag den Zuhörern viele Anregungen auf Entdeckungsreise im eigenen Wohnort und ihrem Umfeld zu gehen. sz

Eingestellt von: Heidrun Lichner
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