Vom Urapfel zum Bio-Obstanbau

Zum ersten Fortbildung während des Winters trafen sich fast dreißig Interessierte mit Dr. Jürgen Hetzler vom Grünplanungsamt der Stadt Heilbronn in der Güglinger Herzogskelter. Der Referent überbrückte in seinem Vortrag einen Zeitraum von 6000 Jahren von den Bandkeramikern bis zum heutigen Bio-Obstanbau. Dass der Böckinger Urapfel mit den heutigen Äpfeln keinerlei gemeinsame Erbanlagen hat, überraschte viele, stammt er doch aus der „Malus sylvestris“ Reihe, während die heute angebauten Äpfel auf die „domestica“ Reihe zurückgehen.
Der einzig biologisch bewirtschaftete Park in Deutschland ist der Botanische Obstgarten in Heilbronn (seit 2015), der neben Stauden auch mehr als 50 Apfel- und Birnensorten und Wildobst zeigt. Die Frühjahrs- und Herbstmärkte haben mittlerweile einen guten Ruf weit über Heilbronn hinaus, die Floristik erwirtschaftet einen erklecklichen Betrag zur Erhaltung des Obstgartens.
Auch die Sammlung der vorhandenen Gartenlauben zeigte einen erfreulichen Überblick über mehrere Jahrhunderte. Besonders schön ist die „Maurische Laube“, und natürlich freute es die Anwesenden, als sie die Güglinger „Biedermaier-Laube“ im Bild erkannten.
Es hat großen Spaß gemacht, Dr.Jürgen Hetzler zuzuhören. Vielen Dank dafür.

Eingestellt von: Peter Ostermann
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