Schüler der Katharina-Kepler-Schule und der Realschule befassen sich mit Themen der Stadtentwicklung

  Wie zufrieden seid ihr mit den Aufenthaltsräumen in der Stadt, den Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote? Wie ist es aus eurer Sicht um die Mobilität und das gastronomischen Angebot in Güglingen bestellt?
Diese und andere Fragen stellten die Mitarbeiterinnen des Büro Reschl, das mit der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für Güglingen befasst ist, den Schülerinnen und Schülern der Katharina-Kepler- und Realschule.
Bei der Bürgerbefragung Anfang des Jahres war herausgekommen, dass im Bereich der Angebote für die Jugend Defizite gesehen werden, sodass mit dieser Bevölkerungsgruppe nun ein extra Workshop zur Stadtentwicklung 2030 durchgeführt wurde.
Einen Vormittag lang beschäftigten sich daher die 10. Klassen der KKS und Realschule mit den Themenfelder, die für die Jugendlichen in der Stadt relevant sind. Ihre Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse sollen durch diese Beteiligung direkt in das Konzept einfließen.
Reflektiert und sehr differenziert stellten die Gruppen ihre Arbeiten vor:
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Insgesamt zufrieden zeigten sich die Jugendlichen mit den Einkaufsmöglichkeiten in Güglingen, vor allem der neue Rossmann kommt gut an. Die Discounter NKD und KIK sind wenig beliebt. Nachteil für die Schüler ist der relativ weite Weg zu den Läden, wenn in der Mittagspause oft wenig Zeit ist. Wunschtraum wäre ein attraktives Einkaufszentrum in der Nähe der Schule. Das war in den Präsentationen aber auch schon der einzige eher unrealistisch Vorschlag. Sonst waren alle Vorschläge sehr konstruktiv und vor allem konkret, freuen sich Rektorin Dr. Annegret Doll und Bürgermeister Klaus Dieterich.
Auch im Vergleich zur Veranstaltung letzte Woche mit den erwachsenen Bürgern der Stadt sind die Vorstellungen der Jugendlichen an einigen Stellen deutlich fassbarer.

Bei der Gastronomie sehen die Schüler Defizite. Zwar kann man schön mit seiner Familie essen gehen, aber gerade im Bereich Imbiss und Fastfood findet man in Güglingen wenig. Sushi oder etwas Chinesisches würde das Angebot da schon sehr erweitern.

Es gebe genügend Aufenthaltsräume für Jugendliche sind sich fast alle einig, aber sie könnten an einigen Stellen schöner und gemütlicher sein. Auch eine Überdachung wünscht man sich an manchen Stellen. Beliebt ist bei fast allen der Alte Sportplatz. Das bestätigt das Bestreben der Stadt diesen mittelfristig in Form eines Stadtgartens für alle Altersgruppen attraktiver zu machen.


Der Skaterplatz ist, wie man an den roten Nadeln sehen kann, zunehmend unbeliebter geworden, da er nicht mehr wirklich etwas bietet.
Das wird hoffentlich in ein paar Wochen anders aussehen, wenn der neue Skaterpark gebaut ist. Auf den Wunsch nach einem neuen Skaterpark hat die Stadtverwaltung schon im Rahmen der Zukunftswerkstadt im letzten Jahr reagiert.

Auch bei den Freizeitangeboten haben die Gruppen konkrete Verbesserungsvorschläge. Es gibt zwar viel, aber die Angebote sind „alle Standardsachen und machen einen nicht wirklich an“. Mehr aus den Bereichen Kunst/Kultur oder auch Tanzen wäre gefragt. Beim Sportangebot sind vor allem Kampfsportarten und ein Fitnesspark Bedürfnisse der Jugendlichen. Sehr positiv wird der Güglinger Musikverein genannt, was die intensive Jugendarbeit, die dort seit Jahren gemacht wird, nur bestätigt.
Das Jugendzentrum ist wichtiger Anlaufpunkt für viele und die Angebote werden gerne angenommen. Konkrete Nachfragen gab es da in Sachen Nachfolger von Jens Schayna, der das Juze verlässt. Hier konnte Bürgermeister Klaus Dieterich aber gleich gute Nachricht geben. Die Nachfolge wird direkt im Anschluss kommen und „ist dieses Mal eine Nachfolgerin“, was bei den Jugendlichen sehr erfreut aufgenommen wird, da eine Abwechslung gerade von Seiten der Mädchen schon länger gewünscht war.


Schließlich ging es noch ums Thema Mobilität. Grundsätzlich seien die Verbindungen in Ordnung, nur am Wochenende und abends wird es manchmal schwierig in und um Güglingen voranzukommen. Ein kritischer Punkt sind vor allem auch die vollen Busse. Diese Lage hat sich seit viele Flüchtlinge regelmäßig nach Heilbronn fahren müssen, verschärft.
Hier sollte man über eine weitere Verbindung zu Stoßzeiten nachdenken.

Die Beteiligung der Jugendlichen war sehr gut, freut sich Isabelle Porta vom Büro Reschl und bedankt sich herzlich bei der engagierten Teilnahme. Auch der Wunsch von den Schülern, so eine Veranstaltung zu wiederholen kam auf und sollte auch die Verwaltung und den Gemeinderat dazu motivieren mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben.
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