Auf den Spuren eines "Heldendichters"

Ein Kabarettist einmal in anderer Mission unterwegs: Dr. Erhard Jöst, Leiter des Kabarett-Ensembles GAUwahnen, nahm als Literaturwissenschaftler an der von den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin veranstalteten Tagung über den "Heldendichter" Theodor Körner in Ludwigslust teil. Unter dem Titel "Opfertod fürs Vaterland" referierte er über den literarischen Agitator und dessen Wirkungsgeschichte. Über eineinhalb Jahrhunderte war der in Dresden geborene Dichter das Idol der Jugend. Von allen politischen Strömungen wurde er für die unterschiedlichsten Zwecke instrumentalisiert. Die Erinnerungsstücke an Körner sind zahlreich: Sein Porträt sowie Szenen aus seinen Liedern wurden auf Porzellanwaren, Pfeifenköpfen und Bierkrügen verewigt. Die Fachtagung, die von Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern eröffnet wurde, erörterte die Frage, ob man Körner als "Helden" bezeichnen kann. Nach der Beschäftigung mit Körners "tödlichem Spiel auf der Bühne des Lebens" steht für Jöst nun wieder Satire auf der Tagesordnung: Die Proben für das neue GAUwahnen-Programm "Bundesgartenzwerge" gehen in die Endphase.
Eingestellt von: Erhard Dr. Jöst
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