Chicorée aus Hohenlohe?

So kommen die Wurzeln der Wegwarte aus dem Kühlkeller.
Mit einem voll besetzten Bus fuhr der Kneipp-Verein Heilbronn zum Biobauernhof der Familie Vogt nach Blaufelden. Jeder wollte sehen, wie das exotisch anmutende Gemüse gerade in Hohenlohe gedeihen kann. Chicorée enthält neben Vitamin C und B auch viele Bitterstoffe, welche die Verdauungsorgane zur Sekretion der Verdauungssäfte anregen. Nach der Aussaat im Mai wachsen die sehr teuren Samen der Wegwarte bis etwa November auf kargen Böden im freien Gelände. Der „Spargel des Winters“ verbraucht so keine Energie. Ein umgebauter Kartoffelvollernter erntet die Rüben, die in einem Kühlkeller bis zur Weiterzucht zwischengelagert werden. Dann beginnt die Handarbeit, denn jede Wurzel wird mit dem Austrieb nach unten in große Kästen einsortiert, mit karger Erde dazwischen befüllt und dann zum weiteren Austrieb gekippt. Nach etwa 21–28 Tagen im dunklen, kühlen Keller bei gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit können die bleichen Austriebe von der Wurzel entfernt und verkauft werden. Nur etwa 5% der Bauern züchten Chicorée in Erde, 95% züchten in Wasserkultur, was wesentlich kostenaufwendiger ist. Das Mittagsmenü mit Vorspeise, Suppe, Hauptgang. Salat und Nachspeise zeigte, wie variabel Chicorée einsetzbar ist. Der Besuch der Ausstellung „Wasser, Wolken, Wind“ im Würth Museum in Schwäbisch Hall rundete diesen erlebnisreichen Tag ab.ES
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