Ein Tag in Heinsheim (16. Juni 2016)

Eingang zum jüdischen Friedhof in Heinsheim
Den Neckar entlang erreichte der Historische Verein den Waldparkplatz Zimmerhof, wo Bernd Göller vom Freundeskreis der ehem. Synagoge wartete. Mit seiner Kenntnis, nicht nur der hebräischen Sprache, gab er eine Einführung in jüdisches Leben und Denken. Der Weg ging durchs Fünfmühlental auf die Höhe zum jüdischen Friedhof. Trotz schlechten Wetters waren alle angetan von Mauer, Gittertor und alten Bäumen. 1598 wurde das erste Grab belegt, das letzte 1937. Die Grabsteine, meist aus Neckarmühlbacher Sandstein, sind noch alle erhalten, da der Tote in seinem Grab bleiben muß, bis der Messias kommt. Hebräisch, zweisprachig, einseitig oder beidseitig behauen tragen alle neben den Namen Symbolzeichen: Löwen (Stärke), Fische (Fruchtbarkeit), Stern und Kette (Sabbatleuchter), Kanne (Leviten) und vieles mehr. Die Verbandsfriedhöfe lagen außerhalb der Orte, wurden von den Juden der Umgebung genutzt.
Trocken und warm, selten wurde eine Mittagseinkehr so geschätzt! Die Synagoge (1796) mit einem „Hochzeitsstein“ über dem Portal und einer Außentreppe zur Frauenempore wurde besichtigt, bevor die Bergkirche erreicht wurde. Im 10. Jahrhundert schon erwähnt, mit Fresken reich ausgestattet, diente den Herren von Ehrenberg als Grablege. Die hohe Treppe hinunter verließen die Besucher Heinsheim.
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Eingestellt von: Anneliese Lache
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