Halbtagesfahrt Karlsruhe: "Imperium der Götter"

Wieder fuhr der Historische Verein nach Karlsruhe. In der Ausstellung "Imperium der Götter" wurde die Vielzahl von "Kulten und Religionen im Römischen Reich" gezeigt. Lichtsäulen, die einen Tempel andeuten sollen, empfangen den Besucher, der gleich mit den "Olympischen", den zwölf Hauptgöttern, konfrontiert wird. Jupiter, Juno, Minverva sind in Plastiken präsent. Hier beginnt gleich die Austauschbarkeit von Gottheiten; Minerva ursprünglich etruskisch wird Athene angepaßt, Jupiter wird mit dem griechischen Zeus gleichgesetzt; Epona gehört zum keltischen Kulturkreis; die Erdgöttin Kybele wurde zum Staatskult. Ägyptische Götter waren hier kaum verbreitet, um so eher der Kult des Mithras, auch zu sehen auf einem Relief aus Osterburken.
Eine Kultstätte des Mithras ist rekonstruiert; genauso wie eine frühchristliche Katakombe. Auf einer Ritzzeichnung ist der gekreuzigte Jesus zu sehen mit Eselskopf und Spottvers. Da der Tod am Kreuz das Verächtlichste war für die Römer, haben die frühen Christen dieses Zeichen gemieden, bald wurde es um so vielfältiger verbreitet. Erstaunlich, daß eine so tief verwurzelte Göttertradition im 4.Jh. verschwand und dem Christentum gewichen ist. Die Ausstellung endet mit Darstellungen von Maria und Kind neben einer Plastik von Isis mit Horusknaben.
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Eingestellt von: Anneliese Lache
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