Historischer Verein Heilbronn: Waldenser in Nordhausen

Notgedrungen zur Mittagszeit startete der Historische Verein nach Nordhausen, zu den Waldensern, so werden die Anhänger des Petrus Waldes, ein Kaufmann aus Lyon, genannt; der hatte ein eigenes Verständnis des Neuen Testaments und ließ, lange vor Luther, die Bibel übersetzen, was nicht der kirchlichen Auffassung entsprach, brutale Verfolgungen waren die Folge. Zuflucht in den Tälern der Alpen konnte seine Anhänger nicht retten, sie mußten auswandern. In Württemberg gibt es einige Ansiedlungen der "Sekte", die vom Herzog ins Land geholt wurde; sie wurde gefördert durch Erlaß von Steuer und Frondienst. Die "Kolonie" zwischen Hausen und Nordheim wurde 1700 gegründet. Wie überall wurde französischer Dialekt gesprochen, das Straßendorf nach den Plänen eines Glaubendsbruders erbaut. Seidenraupen sollten die Existenz sichern, Schafe wurden eingeführt, Weinbau wurde betrieben, die ersten Kartoffeln sollen die Waldenser eingeführt haben. Ab 1823 mußte deutsch gesprochen werden - die Namen klingen heute noch französisch. Der "Tempel" wurde zur Kirche, alte Gebäude gibt es noch viele. Im engen Bauernhaus ist das Dorfmuseum eingerichtet. Am Kelterplatz steht die "Kerze" von H. Koziol, sie zeigt die Geschichte der Bewegung. Herr Sept war der Begleiter; auf dem Hörnle durfte man entspannen. neu
Eingestellt von: Anneliese Lache
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