Juliane von Krüdener

Bärbl Franke vom Netzwerk Haushalt und Dr. Isolde Döbele-Carlesso
Juliane von Krüdener eine junge vermögende Witwe aus den baltischen Staaten ließ sich nach dem Tod ihres Mannes in Paris nieder und schrieb den autobiographischen Liebes roman "Valerie", der im Jahr 1803 erschien. Der Roman war in Frankreich, Deutschland und Russland äußerst populär, obwohl Goethe ein Gegner der von Krüdener sogar eine Schmähschrift über sie verfaßte. Die Historikerin Dr. Isolde Döbele-Carlesso entdeckte den fast vergessenen Roman neu und legte ihn wieder auf. Isolde Döbele-Carlesso beschäftigt sich außerdem mit Regional-, Kunst und Kulturgeschichte und ist Herausgeberin einer Reihe von historischen Weingeschichten. Beim Literarischen Frühstück des Netzwerks Haushalt erzählte sie über das bewegte Leben der Juliane von Krüdener, eine weltgewandte, faszinierende und widersprüchliche Persönlichkeit. Bei einem Aufenthalt in Heilbronn lernte sie den russischen Zaren kennen und wurde seine geistige Freundin. Sie hielt sich oft in der Gegend um Heilbronn auf, war immer auf der Sinnsuche und glaubte dies auch mit einer radikalen Hinwendung zu Gott gefunden zu haben. Justus Kerner hat das Andenken an sie wachgehalten und auf dem Rappenhof in Weinsberg erinnert die "Krüdener Stube" an die außergewöhnliche Grenzgängerin, die sich in verschiedenen Lebenswelten bewegte. UMB
Eingestellt von: Ursula Baier
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