Kulur im Klinikum: Ein Klavierkonzert

Dr. Wolf-Dieter Strohm gab bei "Kultur im Klinikum" ein Klavierkonzert.
"Ein Klavierkonzert" - Wolf-Dieter Strom spielt von Franz Schubert die "Sonate fis-Moll" und die "Wanderer-Fantasie" war die bescheidene Ankündigung zur Reihe "Kultur im Klinikum". Der Hobbypianist bewies wieder eindringlich, dass ihm auch als Ruheständler kein Stück zu schwierig ist, dass er immer wieder seine musikalische Leistungsfähigkeit ausloten möchte. Nur so ist die Auswahl dieser Stücke zu erklären. Charakteristisch interpretierte Strohm die Schubert'sche Wehmut in der Sonate fis-Moll. Zunächst geheimnisvoll, ja zaghaft und melancholisch, um dann zu einer fast leidenschaftlichen Erregung anzuwachsen. "Ich Armer", das Hauptmotiv des zweiten Satzes, aus drei abfallenden Tönen in Musik umgesetzt, wirken in der eigenwilligen Harmoniefolge selbstmitleidig und wie ein düsteres Jammern. Bei der Interpretation der "Wanderer-Fantasie", die auf dem Lieblingsrhythmus Tam-ta-ta-Taa-taa Schuberts basiert, lief Strohm zur Hochform auf. Die orchestrale Satztechnik im vierten Satz, indem Akkord-Tremoli, ausgedehnte Oktav- und Akkordpassagen und vor allem Arpeggien vorkommen, forderten den Pianisten zum Schluss des Konzertes. "Der Teufel soll dieses Zeug spielen" wird der Komponist zitiert, der selbst zugab, das technisch anspruchsvollste Werk nie beherrscht zu haben.(pag)
Eingestellt von: Ina Armbruster
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