Zeichen-Siegel-Wappen

Heilbronn: DGB-Haus | Die Wappenkunde stellt für viele Genealogen einen wichtigen Bestandteil ihrer Familienforschung dar. Man denkt dabei nicht nur an Wappen weit entfernter oder längst ausgestorbener Adels- oder Patriziergeschlechter sondern an Zeichen, Siegel oder Wappen bürgerlicher Familien, von denen man häufig gar keine oder nur eine vage Kenntnis besitzt.
Das Interesse an Wappen und heraldischen Themen kommt aber auch aus anderen, nicht genealogischen Kreisen.
In der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte (seit 1920) nahm die Wappenkunde über 4 Jahrzehnte lang eine gewichtige Rolle ein. Nicht nur als Mittelstelle für die gesamte Süddeutsche Wappen- und Siegelkunde seit 1933, sondern als Deutsche Zentralstelle für Heraldik von 1943 bis 1964. Bis in die 70er-Jahre waren beim Verein professionelle Wappenexperten am Werk, deren Entwürfe zu neu gestifteten, bürgerlichen Wappen in die Wappenrollen ( z.B. DOCHTERMANN) eingegangen sind. Heute wird der Verein ausschließlich von ehrenamtlich engagierten Idealisten geführt. Die Heraldische Beratung wurde als wichtige Aufgabe weiterhin beibehalten.
Der Verein verfügt als Teil seiner genealogischen Bibliothek über einen umfangreichen heraldischen Bücherbestand, der den Mitgliedern oder anderen wappenkundlich Interessierten an den offiziellen Öffnungstagen und -zeiten zur Verfügung steht. Bei der Heraldischen Beratung geht es in den meisten Fällen jedoch um schriftliche Anfragen, deren Bearbeitung das Studium von einschlägigen Wappenwerken erfordert.
Referent Wolfgang Weisser aus Stuttgart hat 10 Jahre Erfahrung als Heraldischer Berater beim Verein für Familienkunde in BW e.V., Sitz Stuttgart.
In dem bildunterstützten Vortrag von Weisser werden u.a. Themen wie Hilfsmittel (Literatur) bei der Heraldischen Beratung, typische Wappen-Anfragen und eine Sammlung konkreter Fälle dargestellt und besprochen. Dabei zeigt sich, dass es neben dem "legalen" deutschen Wappenwesen schon immer eine ungeahnte Schattenwirtschaft von z.T. "wappenrechtlich dubiösen" Angeboten mit ebenso zweifelhaften, genealogischen Herkunftsangaben gibt.
Beispiele aus der Praxis der Beratung zeigen die Vielfalt der Interessen und Probleme.
Wenn die Heraldische Beratung zu keinem entscheidenden Ergebnis führt, ist sie zumindest Hilfestellung für weitere Schritte auf einem Weg zu einer Lösung.
Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 6. April um 19.30 Uhr im DGB-Haus Heilbronn, Gartenstraße 64
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