Ein Scheffel Salz

"Glückauf" für die Mitglieder der Frauen Union im Salzbergwerk
Das Besucherbergwerk Kochendorf war an diesem heißen Tag ein kühles Ziel für die Frauen Union. Vorstand Kai Fischer und Claudia Haußner hatten eingeladen. Licht- und Laserinstallationen beleuchteten effektvoll die breiten Alleen untertage. Die wagemutigen CDU-Frauen lösten Schausprengungen aus. Claudia Haußner erzählte von der Geschichte des "Weißen Goldes", das 1816 in Jagstfeld entdeckt wurde. Das geförderte Salz wurde ab 1935 über den Neckarkanal nach Holland verschifft. Die Nazis errichteten in den Stollen einen Rüstungsbetrieb, in dem KZ-Häftlinge unter den unwürdigsten Bedingungen schufteten und starben. Aber die Stollen wurden auch dazu verwendet, Kunstschätze vor den Bombenangriffen zu retten. Im Salzbergwerk waren die Stuppacher Madonna von Matthias Grünewald und auch die wunderbar geschnitzten Kirchenväter vom Altar der Kilianskirche versteckt worden. Die amerikanischen Monuments Men suchten auch hier Kunstschätze nach dem Krieg und gaben sie an ihre Standorte zurück. Gutes und Grausames fanden sich also in den Salzlagern. Wie man in dem Bergwerk anschaulich darstellt, können wir
ohne Salz nicht leben. Ein gemeinsam verzehrter Scheffel Salz ist Metapher für eine lebenslange Freundschaft. Die Frauen waren nach der Exkursion sehr nachdenklich und auch klüger geworden. GK
Eingestellt von: Gisela Käfer
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