Reisebericht Israel und Palästina beim Friedensrat

Beim Heilbronner Friedensrat berichteten Heinz Deininger und Ute Wichmann von ihrer taz-Reise durch Palästina und Israel. Jenin im Norden Palästinas ist geprägt durch das seit 1948 bestehende Flüchtlingslager. Bemerkenswert ist das "Freedom Theatre", das jungen PalästinenserInnen die Möglichkeit gibt, "Schauspieler statt Märtyrer" zu werden, wie sie selber sagen.
In Hebron war der Konflikt zwischen militanten ultraorthodoxen jüdischen Siedlern und Palästinensern am krassesten zu sehen. Diese Siedler, oft bewaffnet, wohnen zum Teil in den oberen Stockwerken von Häusern über dem palästinensischen Basar. Sie werfen ihren Müll herunter, wogegen sich die Palästinenser mit Drahtnetzen über den Straßen schützen.
Beim anschließenden Besuch bei einer befreundeten jüdischen Familie - die Vorfahren stammen aus Lehrensteinsfeld - ergaben sich nachdenkliche Gespräche mit den Kindern, die alle in der Armee gedient hatten. Naturgemäß haben die meisten Israelis eine andere Sicht auf den Konflikt als die Palästinenser.
In der Diskussion wurde klar: Hamas und Fatah, arabische und westliche Staaten müssen das Existenzrecht Israels garantieren. Israel muss die Hamas in die Gespräche einbinden; es muss seine Siedlungspolitik ändern und sich mit Modifikationen auf die Grenzen von 1967 zurückziehen.
Eingestellt von: Alfred Huber
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