SPD-Senioren erkunden Kilianskirche

Große Resonanz erfuhr die SPD-AG „60 Plus“ bei ihrer Veranstaltung. Günter Weeber, langjähriger Kirchenführer, führte durch die Heilbronner Kilianskirche und verstand es vorzüglich, wissenswertes aus der Stadtgeschichte und der langen Baugeschichte zu vermitteln. Eine Urkunde aus dem Jahr 741 belegt die Schenkung einer Michaelsbasilika in „Villa Helibrunna“. Dies war die erste urkundliche Erwähnung Heilbronns. Wo diese Kirche stand und ob es ein Vorgängerbau der heutigen Kilianskirche war, ist nicht belegt. Beginnend um 1280 erhielt die Kirche über mehrere Abschnitte hinweg ihre heutige Gestalt. Der bemerkenswerte hohe Ostchor wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts fertig gestellt. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen zwei Westtürme führte der Weinsberger Baumeister Hans Schweiner den mächtigen Westturm aus. Es war der erste Renaissanceturm nördlich der Alpen. Im Jahr 1529 wurde auf der Turmspitze ein Stadtknecht aufgestellt – das „Männle“ ist 2,35 Meter groß. Ausführlich erläuterte Weeber den Hochaltar aus Lindenholz von Hans Seyfer aus dem Jahr 1498; „es ist das größte künstlerische Werk, das wir in Heilbronn haben“ so Weeber. Den 4. Dezember 1944 hat der Altar im Salzbergwerk Kochendorf überstanden.
Eingestellt von: Andreas Lanio
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