Über das jüdische Leben in Heilbronn seit Kriegsende

Die SPD AG 60 plus Stadt & Land hat die Leiterin der Heilbronner jüdischen Gemeinde, Avital Toren, eingeladen, um über „jüdisches Leben und jüdische Gemeinde nach 1945 in Heilbronn“ zu berichten. Erst ab 1958 sind mehrere jüdische Familien wieder nach Heilbronn gezogen, von deren Leidensweg während der schlimmen Nazizeit, Frau Toren erzählt. Viele Mitglieder der vor dem Holocaust über 850 Personen zählenden Heilbronner jüdischen Gemeinde werden gedemütigt, verschleppt und ermordet. Andere können sich durch Auswanderung retten, sind aber in alle Welt verstreut. Ab den 1960er Jahren treffen sich die jüdischen BürgerInnen regelmäßig in unterschiedlichsten Gebäuden, um dort zu beten und zu feiern. Dann schildert Frau Toren die lange Suche nach geeigneten Räumen für die wieder anwachsende jüdische Gemeinde. Nach mancher Zwischenlösung werden an der Allee, die bis heute als „Synagogenersatz“ genutzten Räume angemietet. Sie erinnert dankbar an die große Hilfe durch Freundeskreis, Sponsoren und Spender bei der Einrichtung. Nun können Gottesdienste und Feste gefeiert werden. Aktuell sind ca. 150 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger registriert. Der große (Herzens)-Wunsch von Avital Toren ist des Öfteren heraus zu hören: Eine neue Synagoge für Heilbronn! S.B.
Eingestellt von: Andreas Lanio
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