Wie barrierefrei ist Heilbronn?

Beim Auffinden von Barrieren halfen (von links) Herr Siegbert Sommer †, Herr Reiner Lamprecht und Frau Dorothee Scharch, Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Glaukom
Dieser Frage ging die Bunte Liste bei ihrem 3. Spaziergang nach. Gefreut hat uns die Begleitung von zwei Rollstuhlfahrern und einer Sehbehinderten mit Blindenstock. Sie öffneten uns die Augen für Probleme, die uns ohne ihre Demonstration nicht aufgefallen wären. Die Route führte uns vom Sülmertor über die Paulinenstr., K3, Sülmerstr. zur Allee, Kiliansplatz, Rathaushaltestelle, Obere Neckarstraße und zum Götzenturm. Dabei konnten sich die Teilnehmer auch in einen Rollstuhl setzen und erleben, wie es sich anfühlt über Pflaster- und Randsteine geschoben zu werden. Die Tour endete im Foyer der VHS, wo wir uns bei Kuchen und Apfelsaft über das Erlebte austauschten. Fazit: Es gibt noch etliche Problemstellen, die z.T. mit kleinen Anpassungen behindertengerecht umgestaltet werden könnten. Aus Platzmangel hier nur 2 Beispiele: an der langen und steilen Unterführung am Sülmertor „Bremsbalken“ für Rollifahrer anbringen, zugestellte Leitlinien oder Gehsteige freiräumen. (mehr unter: www.buntelisteheilbronn.wordpress.com). Eine Liste mit allen aufgespürten Barrieren schickten wir auch an Frau Richter, Inklusionsbeauftragte von Heilbronn.
Nur wenige Tage nach der Tour erfuhren wir leider, dass Herr Sommer, der uns wertvolle Hinweise gab, nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.
Eingestellt von: Elke Ehinger
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