Achtung Hochexplosiv

Manche Mädchen erleben Situationen, die ihre normalen Bewältigungsmechanismen überfordern. Neben erlebter Gewalt kann auch das Auseinanderbrechen der Familie, der Verlust eines nahestehenden Menschen, schwere Krankheit oder die Erfahrungen bei Flucht und Vertreibung ein Trauma auslösen. Auf Einladung des Arbeitskreis Mädchen und mit finanzieller Unterstützung der Frauenbeauftragten fand in der Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch des Vereins Pfiffigunde e. V. eine zweitägige Fortbildung zum Thema „Hochexplosiv - Arbeit mit traumatisierten Mädchen“ statt. Die anwesenden Fachkräfte erhielten Grundlagenwissen im Bereich Trauma und erfuhren, was wie tun können, wenn Mädchen sich (selbst-) verletzend und aggresiv verhalten oder geistig nicht anwesend scheinen. Langfristig gehe es darum, in Stress auslösenden Situationen neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und einzuüben so die Referentinnen Stephanie Ackermann und Monika Harsch. Eine große Herausforderung für pädagogische Fachkräfte und die Institutionen, die ihre Konzepte flexibel gestalten müssen, um den Bedürfnissen der betroffenen Mädchen gerecht zu werden. Doch auch die eigenen Bedürfnisse müssen im Blick behalten werden. Darum rundete eine Einheit über Selbstfürsorge die abwechslungsreichen Fortbildungstage ab.
Eingestellt von: Stephanie Ackermann
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