Diabetes und Demenz: Schlechte Zuckerwerte schaden

Von Demenz spricht man, so Dr. Tobias Armbruster, Hausarzt und Diabetologe, bei der Diabetiker-Vereinigung, wenn die intellektuelle Leistungsfähigkeit durch Gedächtnisstörungen entscheidend abnimmt, die persönlichen Aktivitäten des täglichen Lebens beeinträchtigt werden, diese Symptome länger als 6 Monate bestehen und die Verdachtsdiagnose durch Testverfahren ärztlich bestätigt wird. Unter den verschiedenen Demenzformen treten besonders die Alzheimer Demenz (übermäßiges Absterben von Nervenzellen im Gehirn durch Ablagerung krankhafter Eiweiße) und die vaskuläre Demenz hervor (nach Schlaganfall, Multiinfarktsyndrom). Steigendes Lebensalter, familiäre Belastung, Lebensweise (Nikotin, Alkohol), sowie Begleiterkrankungen (Cholesterin, KHK, Übergewicht und Diabetes) sind die Risikofaktoren für Demenzen. Als Schutzfaktoren führt Dr. Armbruster geistige Aktivitäten, Musizieren, gesunde Ernährung (mediterran), Kommunikation mit anderen, Bewegung und die Behandlung der Begleiterkrankungen an. Optimal wäre ein gleichmäßiger Blutzuckerverlauf ohne Hyperinsulinismus (zu viel Insulin) und Hyperglykämien (zu viel Zucker), aber auch ohne schwere Unterzuckerungen (Hypoglykämien) . Deshalb sollte sich jeder Diabetiker um regelmäßige Schulung z.B. beim Diabetes Schulungszentrum bemühen. ES

Eingestellt von: Elisabeth Staas
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