Diabetes und Hypoglykämie

Eine Hypoglykämie liegt vor, so Axel Möller, Diabetologe am Staufenberg-Zentrum, bei der Diabetiker-Vereinigung Heilbronn, wenn der Blutzucker unter 65 mg/dl liegt oder der niedrige Blutzucker zu Symptomen einer Unterzuckerung führt. Als Ursachen gelten überschießende Medikamentenwirkung, zu wenig Nahrung, vermehrte Muskelarbeit, Alkohol, fehlende Kontrolle, Störungen im Magen-Darm-Trakt oder Veränderungen im Medikamentenbedarf. Es gibt typische Symptome, wie Zittern, Schwitzen, wacklige Knie und untypische, wie Seh-, Sprach-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Benommen- und Bewusstlosigkeit. Da diese kognitiven Störungen erst bei sehr niedrigem Blutzucker auftreten, ist der Zeitraum zum Handeln durch fehlende Denkfähigkeit eingeschränkt. Hier gilt die Regel: Erst essen, dann messen – nicht kleckern, sondern klotzen und später die Ursachen abklären. Bei schweren Unterzuckerungen sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, da meist eine Zuckerzufuhr über den Mund ausgeschlossen ist.
Die Gefahr der Unterzuckerungen liegt nicht nur in akut gefährlichen Situationen, wie z.B. im Straßenverkehr, sondern in den Spätfolgen. Viele Hypos erhöhen die Gefahr einer Demenzerkrankung und sehr viele Herzinfarkte ereignen sich während oder als Folge einer Unterzuckerung. ES

Eingestellt von: Elisabeth Staas
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