Diagnose Darmkrebs - bei Diabetes häufiger?

Heilbronn: Mehrgenerationenhaus | Die kürzeste Antwort – so Dr. Markus Blum von der Gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis HPB in Heilbronn bei der Diabetiker-Vereinigung Heilbronn (DVH) – lautet „Ja“. Der Darmkrebs (Rektum Karzinom) ist noch immer nach Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen die zweithäufigste Krebsart mit 63 000 Neuerkrankungen und 23 000 Todesfällen pro Jahr. Tendenziell jedoch geht die Sterblichkeit bei Darmkrebs zurück, weil immer mehr Menschen, sind sie sich des Risikos durch Vorerkrankungen und familiäre Belastung bewusst, sich einer Darmspiegelung (Coloskopie) unterziehen, bei der die Vorstufen des Karzinoms, die Darmpolypen, im ungefährlichen Stadium entfernt werden können. Risikofaktoren für Darmkrebs sind Diabetes Typ 2 und familiäre Belastung (je 30 %), der Konsum von viel tierischem Fett, Bewegungsmangel, Nikotin- und Alkoholgenuss und zu wenige Ballaststoffe in der Nahrung. Die Karzinome entwickeln sich normalerweise sehr langsam (10 – 15 Jahre), in der zweiten Lebenshälfte ab dem 50. Lebensjahr. Die Heilungschancen sind sehr viel größer als bei anderen Krebsarten. Als Vorsorgemaßnahme gilt noch immer der Test auf verstecktes Blut im Stuhl, der jedoch häufig falsch positive Ergebnisse zeigt und dann eine Coloskopie nach sich zieht. ES
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