Einkaufen - früher und heute

Roland Rösch berichtet der Geschichts-AG
Der Zeitzeuge und Lokalhistoriker Roland Rösch besuchte die Geschichts-AG der Helene-Lange-Realschule und berichtete den Schülern, wie er als Kind und Jugendlicher die Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit erlebte. Überfluss und die fast grenzenlose Verfügbarkeit von Waren heute; Hunger, Bezugsscheine und Rationierung in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und danach. Das Thema „Einkaufen“ beleuchtete die unterschiedlichen Lebensverhältnisse damals und heute. Roland Rösch erinnerte sich zum Beispiel, wie die Nachbarin zu Kriegsbeginn 20 Stück Seife „hamsterte“ und damit glaubte, sie habe bis zum Ende des Krieges vorgesorgt. Doch der Krieg dauerte länger als erwartet und die Nahrungsrationen wurden geringer. Der Mangel nicht nur an Nahrungsmitteln dauerte in den ersten Nachkriegsjahren an. Der Wechsel vom Tauschhandel zum Wirtschaftsaufschwung nach der Währungsreform wurde für den damals Vierzehnjährigen deutlich, als sich die Schaufenster wieder füllten und der Nachbar die ersten D-Mark in ein vielbewundertes neues Fahrrad investierte. Über 60 Jahre nach Kriegsende scheint die Zeit des Mangels sehr weit weg. Roland Röch appellierte an die Schüler, sich am scheinbar Selbstverständlichen zu freuen und diejenigen nicht zu vergessen, denen es heute nicht so gut geht.
Eingestellt von: Martin Heigold
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