Smart Factory: Wie intelligente Technik Unternehmen verändern wird

Der Zug der Digitalisierung rast aktuell unaufhaltsam durch die deutsche Industrielandschaft und hinterlässt dabei eine Schneise der Veränderung. Konkret ist mit dieser Metapher die Entwicklung hin zur Smart Factory gemeint. Doch wie funktioniert die Smart Factory eigentlich in der Praxis und wie sieht die Technik aus, die das wirtschaftliche Zusammenleben nachhaltig verändern soll?

Was bedeutet "Smart Factory" und wie funktioniert die Technik dahinter?

Die Wortschöpfung "Smart Factory" ist das englische Äquivalent zu dem deutschen Begriff der intelligenten Fabrik und bezeichnet im Wesentlichen einen Forschungsbereich innerhalb der Fertigungstechnik. Die Vision der intelligenten Fertigung ist weiterhin ein Bestandteil der sogenannten High-Tech-Strategie, welche von der deutschen Bundesregierung ins Leben gerufen wurde und unmittelbar mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 verknüpft ist.

Die Vision der Smart Factory zielt dabei auf eine Produktion ab, in der die Maschinen der Anlage und entsprechende Logistiksysteme sich automatisch und ohne menschliche Beteiligung organisieren. Funktionieren tut das Ganze mit der Hilfe von cyber-physischen-Systemen, bei denen es sich um einen Verbund aus informatischen sowie softwaretechnischen Bestandteilen mit mechanischen bzw. elektronischen Komponenten handelt. Die Kommunikation zwischen den Einzelelementen erfolgt dabei über das Internet der Dinge.

Welche Innovationen tragen zum Erfolg der Technologie bei?

Die treibende Kraft hinter der Smart Factory ist zweifelsfrei die rasante Entwicklung im Bereich der Übertragungs- und Sensortechnik sowie die kontinuierliche wachsende Leistung von IT-Systemen. So können mittlerweile essentielle Fertigungsinformationen auf RFID-Chips übertragen werden, welche die Maschinen anschließend selbstständig auslesen und verarbeiten. Die Transponder können dabei so klein ein Maiskorn sein und lassen sich kostengünstig mit speziellen Druckverfahren herstellen.

Auch an Übertragungstechniken wie WLAN, QR-Codes, Bluetooth und farblichen Codierungen wird derzeit in verschiedensten Modellfabriken geforscht. Zwar mag die intelligente Fabrik in den Ohren vieler Menschen noch als eine Art Zukunftsmusik klingen, allerdings sind erste Vorstufen schon längst Realität. So haben sowohl in der Automobilbranche als auch in der Elektronikindustrie große Hersteller wie Siemens oder Audi bereits erste Systeme in Betrieb genommen.

Wie sieht die Zukunft der Smart Factory aus und was sind die Vor- bzw. Nachteile?

Da es sich bei der Digitalisierung nicht um einen nationalen, sondern vielmehr um einen internationalen Trend handelt, wird die Umstellung hin zur intelligenten Fabrik in Zukunft sehr wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit durch zu die zunehmende Globalisierung. So sind nicht nur Unternehmen etwa in der Region Heilbronn, Neckarsulm und Kraichgau betroffen, sondern sämtliche produzierenden Unternehmen in Deutschland werden unter einen gewissen Zugzwang gesetzt.

Die Etablierung von cyber-physischen Systemen schreitet dabei insbesondere bei Industrieunternehmen wie beispielsweise aus dem Maschinenbau schnell voran, sodass hier in den nächsten Jahren deutlich Veränderungen zu erwarten sind. Neben den großen Maschinenbauunternehmen werden dabei auch Anbieter von CNC-Zerspanungstechnik, Chemikalien, Automobilen, Energie und andere große sowie mittelständische Unternehmen auf die Entwicklung reagieren müssen, um langfristig dem wachsenden Konkurrenzdruck standhalten zu können.

Die notwendigen Investitionen im Zuge der Digitalisierung haben für Betriebe allerdings auch signifikante Vorteile zur Folge, die sich vor allem auf lange Sicht bezahlt machen. So lässt sich die eigene Produktion durch die intelligente Technik um ein Vielfaches optimieren, sodass sich die Produktivität in ungeahnte Ausmaße steigern lässt. Jedoch müssen hierfür zuerst noch Schwachpunkte der Technik wie beispielsweise das Fehlen von gängigen Standards oder offene Fragen in Bezug auf die Datensicherheit aus dem Weg geräumt werden.

Die Produktion der Zukunft: Ein mehr als steiniger Weg

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Digitalisierung einen großen Druck auf die Unternehmen des Landes ausübt, ihnen aber gleichzeitig auch eine lukrative Zukunftsperspektive bereitstellt. Da schon jetzt in Deutschland in diesem Zusammenhang ein Nachholbedarf besteht, sollten Unternehmen sich schnellstmöglich mit der Umstellung auf das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 beschäftigen.
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