Überwältigende Bilanz

Zahlen und Fakten zur Aktion Menschen in Not.

Es muss nicht jedes Mal ein neuer Rekord sein. Doch die Leserinnen und Leser unserer Zeitung tun alles dafür, dass es wieder ein vorher nie da gewesenes Spitzenergebnis gibt.

Die jetzt zu Ende gehende 47. Aktion Menschen in Not seit 1970 verzeichnet deshalb einen neuen Rekord: Binnen eines Jahres, seit Anfang Februar 2016, sind auf den drei Spendenkonten 740 513 Euro eingegangen. Das sind knapp 80 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Dafür dankt der Vorstand des gemeinnützigen Vereins Heilbronner Stimme / Aktion Menschen in Not allen, die zu diesem herzerwärmenden Ergebnis beigetragen haben – ob mit einem 50-Cent-Stück in einer Sammeldose oder mit einer 20 000 Euro-Überweisung, von der es in den vergangenen Wochen gleich vier an der Zahl gab. Zusätzlich zu den vielen tausend in der Zeitung namentlich genannten Spendern kommen regelmäßig noch viele hundert Einzahler, die anonym bleiben möchten. Auch ihnen ein herzliches Dankeschön!

In zwei großen Ausschüttungen werden die Gelder so verteilt, dass überall in Stadt- und Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis für jede nur denkbare Zielgruppe Notfallfonds hinterlegt sind: für Kinder, Jugendliche und Familien, für Alte und Kranke, für Menschen mit Behinderung, für Arbeitssuchende, Obdachlose, Hochverschuldete, vom Schicksal Gebeutelte. Mit der Aktion eng kooperierende Sozialarbeiter und Schuldnerberater geben das Geld nach intensiver Prüfung der Umstände an Menschen in Not weiter. Ein Teil des Geldes fließt auch in soziale Projekte. Vor Weihnachten (HSt vom 24. Dezember 2016) wurden bereits 250 000 Euro ausgeschüttet, jetzt folgen weitere 470 000 Euro (Empfängerliste siehe unten).

Für Notfallhilfen während des Jahres steht noch genügend Geld zur Verfügung. Denn hinter den Kulissen läuft die Aktion weiter: An diesem Samstag, 4. Februar, beginnt die 48. Aktion.

Dass in unserer Region mit ihrer geringen Arbeitslosenquote trotzdem viel Not herrscht, sieht man oft nur auf den zweiten Blick. Tausende von Beschäftigten brauchen zusätzlich zu ihrem geringen Arbeitslohn noch staatliche Hartz-IV-Leistungen. Dazu kommen alte Menschen mit einer nicht auskömmlichen Rente und ergänzender Grundsicherung. Das sind insgesamt 25 000 Personen in Stadt- und Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis. Sie sind die Armen in unserer wohlhabenden Gesellschaft, die ums tägliche Überleben kämpfen und die jede unvorhergesehene Ausgabe aus der Bahn wirft – Menschen in Not eben. Die wenigsten von ihnen suchen Hilfe, weil sie die Stellen, die helfen, nicht kennen oder weil sie sich schämen. „Erst heute traue ich mich, mich an Sie zu wenden“. So beginnen viele Briefe.
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