VON DER DIKTATUR ZUR DEMOKRATIE - ARS in Potsdam

Im Hof des ehemaligen StaSi-Untersuchungsgefängnisses in Potsdam. Fotograf: Norbert Jung, Ort: Potsdam (Foto: Norbert Jung)
Die Schüler waren im Rahmen des ARS-HELA-Langzeitprojekts nach Potsdam gekommen, um Merkmale einer Zwangsherrschaft demokratischen Verfahrensweisen gegenüberzustellen. Der Besuch im „Lindenhotel“, dem ehemaligen StaSi-Untersuchungsgefängnis im Zentrum Potsdams, offenbarte die ganze Härte, wie eine Diktatur mit Bürgern umgeht, die nicht mit der damals maßgeblichen SED-Parteiführung konform gehen wollten, und umfasste die Darstellung des ‚reichhaltigen‘ Katalogs der StaSi-Maßnahmen. In diesem Rahmen beeindruckte auch die Autorin Grit Poppe, die mit einer Lesung aus ihrem Roman Weggesperrt den menschenverachtenden Umgang mit systemkritischen Jugendlichen den Diskussionsgästen aus Heilbronn anschaulich nahebrachte. Eine Nahtstelle für den späteren Verlauf der deutschen Geschichte und die Teilung Deutschlands stellte zweifellos die Potsdamer Konferenz im Jahre 1945 dar. Im Cecilienhof konnten die ARS-Schüler am historischen Ort die Folgen der Zusammenkunft der „Großen Drei“ nachvollziehen, bevor der Besuch im brandenburgischen Landtag, begrüßt von Vizepräsident Dieter Dombrowski, durch Beobachtung der Abgeordneten-Diskussion im Plenum zu einer Änderung des Fraktionsgesetzes verdeutlichte, dass vier Jahrzehnte DDR-Diktatur endgültig einer demokratischen Jetztzeit gewichen sind. JH.
Eingestellt von: Norbert Jung
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