DAV-Vortrag: Alte Heilbronner Hütte

Der Vortragsraum in der kletterarena war überfüllt. Mehr als 100 Bergfreunde wollten sich von Gerhard Knöller, der sich intensiv mit der Alten Heilbronner Hütte befasst hat, die Geschichte der Hütte erzählen lassen. Nach der Gründung der Sektion im Jahr 1891 und der Einweihung des Heilbronner Wege 1899 wollte die noch junge Heilbronner Sektion auch eine Hütte im Alpenraum erbauen. Erste Überlegungen gab es im Jahr 1905. Von verschiedenen Standorten, die im Gespräch waren, entschied sich die Sektion für das Taschenjöchel, dem Übergang vom Schnalstal
ins Schlandrauner Tal (Südtirol). Auf der Höhe von 2.770 Metern von Architekt Arnold Braunwald erbaut, wurde die Hütte am 9. August 1910 durch eine große Festgesellschaft unter Führung des damaligen Vorsitzenden, Geheimrat Peter Bruckmann, eingeweiht. Nach dem ersten Weltkrieg verlor die Sektion ihre Hütte. Diese wurde danach von der Sektion Verona geführt, bis sie in den Abendstunden des 24.11.1932 in Flammen aufging. Anfang der 90-er Jahre wurde am Taschenjöchel eine Gedenktafel angebracht. Im Jahre 2002 wurde der alte Mulistall renoviert und ein Notunterstand eingerichtet. 100 Jahre nach der Einweihung brachte die Bezirksgruppe Eppingen
ein weit sichtbares Kreuz auf dem Jöchel an. Gerhard Knöller zeigte zum Teil einmalige Fotos.
Eingestellt von: Manfred Blatt
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