Neue Bälle Im Tischtennis

Plastikbälle im Tischtennis Fotograf: Björn Prietzel, Ort: Ilsfeld (Foto: Björn Prietzel)
Ab 1. Juli beginnt eine neue Ära im TT Sport. Auf den Zelluloidball folgt die Plastikkugel. Eines der letzten Produkte, welche aus Zelluloid hergestellt werden, ist der Tischtennisball. Damit soll bald Schluss sein. Der Weltverband ITTF schreibt bei internationalen Turnieren nun das Spiel mit Plastikbällen vor.
Es gibt einen gewichtigen Grund, der für den Wechsel angeführt wird. Zelluloid, ein im 19. Jahrhundert erfundenes Thermoplast aus Cellulosenitrat und Campher, brennt wie Zunder. Zu 80 Prozent gleicht das Produktionsverfahren herkömmlicher Tischtennisbälle der von Sprengstoff des Typs Nitroglycerin. Gefahren drohen schon bei hochsommerlichen Temperaturen. Vermutlich aufgrund der Luftausdehnung im Innern der Bälle explodierte in Hongkong 2001 bei brütender Hitze in einem Container eine halbe Million Tischtennisbälle. Mangelnder Arbeitsschutz und damit verbundene Gesundheitsgefahren in den produzierenden Ländern Asiens lassen daher ein Auslaufen der Produktion aus Sicht des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF) ratsam erscheinen. Das gilt auch für den Vertrieb. Tischtennisbälle gelten als Gefahrgut und dürfen nicht in Päckchen oder Paketen. Sie müssen für den Transport speziell verpackt werden. Ein immenser Aufwand für die kleinen Kugeln.
Eingestellt von: Marcus Ehret
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