Erinnerungen an Eugen Ziegler, Teil 3

Schulleiter Ziegler vor dem Schul- und Wohnhaus in Kocherstetten; die Krawatte diente zuweilen als nonverbales Kommunikationsmittel bzgl. besonderen Besuchen ;)

Pädogoge mit Heimatliebe, Reiselust und Wohnwagen – Lehrer- und Schulleiterjahre in Kocherstetten (1958-1988)

Erinnerungen von Justine Foidl, Leiterin im Kindergarten Kocherstetten von 1970 - 2003
Während meiner Tätigkeit als Erzieherin im Kindergarten hatte Herr Ziegler einen regelmäßigen Kontakt mit uns gehalten, denn in den ersten Jahren war der Kindergarten im Schulgebäude untergebracht. Später wurde ein eigenes Gebäude direkt neben der Schule für uns erstellt.
Wie in den Jahren zuvor blieb der enge Kontakt erhalten und die Kinder freuten sich, wenn Herr Ziegler immer wieder bei uns vorbeischaute.
Auch im Rahmen der Kooperation Kindergarten-Grundschule setzte Herr Ziegler seine Besuche fort. Durch seine entspannte und humorvolle Art wurden etwa vorhandene Ängste vor dem Übergang in den Schulalltag abgebaut.
Auch mir gegenüber war er stets freundlich und entgegenkommend und immer bereit zu helfen und mich zu unterstützen. Sein Wort galt etwas und die Kinder und Eltern schätzten ihn sehr.


Erinnerungen von Frau Christel Föhl, 1975-1982 Lehrerin in Kocherstetten
Herr Ziegler war der Pädagoge, bei dem man viel lernen konnte. Er hat die Kinder respektiert, sie immer ernst genommen und ist gut mit ihnen umgegangen. Er strahlte eine besondere Autorität aus; sein Wort hat gegolten. Als einmal ein Schüler zu ihm ins Klassenzimmer kam und sich über einen Mitschüler beschwerte, der sich nicht in die Busreihe stellen wollte, reichte es aus, dass Herr Ziegler antwortete: „Sag ihm von mir, dass er sich in die Reihe stellen soll.“
Er ist gut auf die Eltern eingegangen und wurde im ganzen Ort respektiert; auf Herrn Ziegler hat man nichts kommen lassen.
Zusätzlich zu seiner Lehrer- und Schulleitertätigkeit war er auch Leiter der Kreisbildstelle in Künzelsau. Er hat die Schule immer gut mit Medien ausgestattet und mit einer kleinen Gruppe von begeisterten Amateurfilmern mehrere Heimatfilme gedreht. Auch damit fand er im Dorf große Anerkennung.
In den Ferien verreiste er mit seiner Frau und den vier Töchtern gerne und oft im Wohnwagen; daher gab es im Dorf den Spruch: "D'Schuel fängd widder oa, der Herr Ziegler isch widder doa".
Ganze sieben Jahre lang habe ich gemeinsam mit Herrn Ziegler die Klassen 1 oder 2 gemeinsam geführt und es war immer eine gute Zusammenarbeit.
Er war menschlich und als Pädagoge ein Vorbild für mich.
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