Erinnerungen an Eugen Ziegler: Teil 4

Junge Filmemacher bei der Arbeit am Dorffilm Belsenberg, 1965

Erinnerungen von Christian König, Leiter des Kreismedienzentrums


Eugen Ziegler war nicht nur modernen Verkehrsmitteln (siehe Motorrad) sondern auch den damals modernen Medien aufgeschlossen. Er brachte schnell sein Interesse und Engagement in dieser Richtung nicht nur privat sondern auch beruflich gewinnbringend für die Kolleginnen und Kollegen im Umkreis ein. Die filmische Arbeit führte zu großen Projekten bis zu Dokumentarfilmen mit Vertonung, was damals noch sehr aufwendig war. Unvergessen sind die Heimatfilme aus Kocherstetten, aber auch der Heimatfilm Belsenberg, an dem er mitwirkte. Sie sind inzwischen digitalisiert und zeigen so heute einmalige Einblicke in heimatkundliche Themen und eine vergangene Zeit. Sie sind natürlich im Verleih des jetzigen Kreismedienzentrums.
Sein technisches Interesse führte Eugen Ziegler schon früh zum Kontakt zur damaligen Kreisbildstelle und ihrem Leiter Hubert Arnold. Die ersten 16-mm-Vorführgeräte konnten sich die Schulen nicht selbst kaufen sondern sie wurden aus amerikanischen Re-Education-Programmen und später von der Landesbildstelle zur Verfügung gestellt. Nicht jede Schule hatte ein eigenes Gerät und die Wartung konnten die Schulen nicht selber sicherstellen. Eugen Ziegler wurde so zum „technischen Mitarbeiter“, der im Auftrag der Landesbildstelle mit einem Werkzeugkoffer ca. 2Mal im Jahr die Schulen besuchte um die Projektoren zu warten.
Als Hubert Arnold in den Ruhestand ging, wurde Eugen Ziegler zum Leiter der Kreisbildstelle in Künzelsau. 1977 organisierte er den Umzug von der Oberamteistraße 9 in das neue Landratsamt und richtete dort eine zeitgemäße Bildstelle ein. Die Regale waren gefüllt mit Diareihen und 16-mm-Filmen aus der weiten Welt und zu allen Unterrichtsthemen. Auch die ersten Video-Cassetten kamen damals schon dazu. Lehrerinnen und Lehrer aus dem Altkreis Künzelsau nutzen die Angebote eifrig um ihren Unterricht zu bereichern und den Schülern die Lerninhalte anschaulich zu vermitteln. Da Filme und Geräte wertvoll und empfindlich waren, hielt Eugen Ziegler 16-mm-Vorführkurse ab, in denen er vielen Junglehrern, Kindergärtnerinnen und Jugendleitern den Umgang mit den Geräten und das Einlegen von Filmen zeigte und ihnen auch Tipps und Tricks zur erfolgreichen Filmarbeit vermittelte.
Auch im Kreis der Bildstellenleiter-Kollegen war Eugen Ziegler als engagierter Schmalfilmer und Fotograph bekannt. Besondere Freundschaften pflegte er mit den Kollegen von den „Nachbar-Bildstellen“, die sich manches Mal auch in der „Ziegler’schen Hütte“ in Kocherstetten zum kollegialen Austausch trafen.
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