Caro „Kaffee“

Referent Rolf Gaiser mit der kleinsten Kaffeeröstmaschine der Welt Fotograf: W. Setzer-Höll, Ort: Lauffen (Foto: privat)
Beim Seniorennachmittag der Lauffener LandFrauen war Rolf Gaiser zu Gast. Er erzählte die Geschichte der Familie Franck und deren Produktion des Ersatzkaffees aus Zichorie und Getreide – eine Zeitreise durch mehr als 200 Jahre Muckefuck. Der Vortrag ging von den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen der Zichorie bis zum von Pfarrer Kneipp empfohlenen Kathreiner‘s Malzkaffee und von den für die damalige Zeit sehr großzügigen soziale Leistungen für Franck-Mitarbeiter bis zu den hervorragenden Umweltstandards des Ludwigsburger Caro-Werks dank Energierückgewinnung, Katalysatoren und biologischen Geruchsfiltern. Franck gilt als Erfinder des Markenzeichens: Er ließ sich bereits 1894 die Marke „Aecht FRANCK“ mit Kaffeemühle schützen. Die Firma entwickelte sich vom Familien- zum multinationalen Betrieb, der nach der Fusion mit Nestlé zum Global Player wurde. Interessant war auch, dass die Familie des Frankfurters Gründers Heinrich Nestle aus dem Schwarzwald stammt und er erst als Schweizer die Schreibweise Nestlé übernahm. Nicht zuletzt erfuhren die Zuhörerinnen, warum löslicher Caro-Kaffee schäumt: Das liegt mitnichten an Chemie, sondern an Luft im gebrühten (Lindes-) Kaffee, die beim Verdampfen aus Tröpfchen winzige Luftballons macht.
Eingestellt von: Waltraud Setzer-Höll
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