Operette "Schwarzwaldmädel" in Ötigheim

Fahrt zur Operette "Schwarzwaldmädel" Fotograf: Rosemarie Schober, Ort: Ötigheim (Foto: Rosemarie Schober)
Eine Neckarsulmer Bürgertreffgruppe war vor kurzem auf Fahrt ins badische Ötigheim um in Deutschlands größter Freilichtbühne, die in ihrem überdachten Zuschauerraum 4000 Personen Platz bietet, Leon Jessels Operette „Schwarzwaldmädel“ zu besuchen. Schon bei der Bauernpolka des Vorspiels konnte man den volkstümlichen heiteren Stil, der diesem Stück eigen ist, erkennen. Vor einer beeindruckenden natürlichen Kulisse gaben das Orchester und die Sänger und Sängerinnen mit den bekannten Arien und Walzerduetten ihr Bestes. Nicht zuletzt ließen auch das große Aufgebot der Mitwirkenden und die schönen farbenprächtigen Trachten die Aufführung zu einem kurzweiligen und umgänglichen Theatererlebnis werden. Obwohl Leon Jessel noch andere Operetten komponierte, brachten ihm außer Schwarzwaldmädel „Die Postmeisterin“ und die einst vielgespielte „Parade der Zinnsoldaten“ große Popularität. Der am 22.1.1871 in Stettin geborene Komponist studierte in seiner Heimatstadt Stettin Musik und war dann als Kapellmeister in Stettin, Kiel und Chemnitz tätig. Da sein Vater ein jüdischer Kaufmann war, durften seine Werke nach 1933 in Deutschland nicht mehr aufgeführt werden. Gestorben ist er am 4.1.1942 an den Folgen von Misshandlungen der Gestapo in Berlin. MH
Eingestellt von: Heike Kühner
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