Videokunst stört WKO Konzertgenuss

„Wiener Melodien“, so das Thema des Neujahrskonzertes 2017. Gleich zu Beginn wurde auf die Videokunst die auf drei riesige Leinwände übertragen wurde hingewiesen. Schon während des ersten Teils des Konzertes irritierten die teils bizarren, meist nicht zur Musik passenden, teils lächerlichen bis peinlichen Darstellungen die Gäste und brachten sie, falls diese die Augen nicht schlossen, um einen Kunstgenuss der Extraklasse. Solist Emmanuel Tjeknavorian (Violine) verzauberte das Publikum mit seinem virtuosen Spiel, das vom Orchester in gewohnter Perfektion begleitet wurde. Nach heftigen Diskussionen während der Pause ging es im zweiten Teil der musikalisch auch ein Hochgenuss war mit den „Kunstwerken“ auf den Leinwänden weiter. Wer den Musikern gerne bei der Arbeit zuschaut, der wurde in seiner Konzentration auf die Musik ständig gestört. Kommentar eines Gastes; „Wenn ich immer die Augen schließen muss, dann kann ich gleich eine CD anhören!“ Man möchte Dirigent Ruben Gazarian gerne fragen, ob er und sein perfektes Orchester so einen Klamauk nötig haben! „Nein“ die Antwort! Nach drei Zugaben, begeistertem Applaus fürs Orchester und klaren Unmutsäußerungen für die Videokünstler bleibt die Frage, ob man sich nicht wieder auf einen dezenten Blumenschmuck besinnen sollte. RS
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