„Ziemlich beste Freunde“ im Komödienhaus

Volles Haus
In der Autobiografie des reichen querschnittsgelähmten Philippe Pozzo die Borgo, ehemals Geschäftsführer bei Pommery, beschrieb er unter dem Titel „Der zweite Atem“ sein Leben nach einem Paragliding-Unfall. Diese Lebensgeschichte wurde erfolgreich verfilmt und erobert derzeit auch die Bühnen. Trotz des eigentlich traurigen und ernsten Hintergrunds begeistert die lebenslustige Komödie die zahlreichen Besucher. Zwischen Philippe Pozzo und dem aus armen Verhältnissen stammenden vorbestraften Pfleger Driss, der diesen Job eigentlich nicht wollte, entwickelt sich mit der Zeit eine echte Freundschaft. Zuerst wird der Rollstuhl frisiert, Füße werden schamponiert und Ohren massiert, es wird geflirtet, getanzt und Maserati gefahren. Driss versteht es mit seinem mitleidlosen Umgang mit Philippe, diesem wieder zu neuem Lebensmut zu verhelfen. Die Leistung der Schauspieler war mitreißend und trotz der oft traurigen Stimmung gab es aus der Situationskomik heraus viel zu Lachen. Nach dem Besuch des Lustspiels "Endlich alloi“ zeigte der Besuch dieses Stücks, das auch dunkle Momente wie den plötzlichen Tod von Philippes Frau nicht verschweigt, die breite Palette des Bürgertreff-Angebots. Nachdenklich und sehr dankbar für die eigene Beweglichkeit trat die Gruppe danach zufrieden den Heimweg an.
Eingestellt von: Heike Kühner
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