Faltenfrei bis 103

Dies Thema für das Frühstückstreffen für Frauen am 12.11.16 in der Neuenstein interessierte offensichtlich viele Frauen.

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Frauen weder faltenfrei noch 103 waren, die älteste Teilnehmerin, eine 90-jährige Dame, wurde mit einer Rose geehrt, waren ca. 450 Frauen gekommen und füllten die wunderschön dekorierte Stadthalle.
Tatjana Hägele und Stefan Gründler, "zwei originale Musiktalente aus Neuenstein", wie die Moderatorin, Susanne Rist, sie vorstellte, hatten mit ihren Querflöten die musikalische Umrahmung des Vormittags übernommen und ernteten mit ihrem Spiel viel Beifall.
Einen großen Lacherfolg und stürmischen Beifall erhielt auch die Moderatorin selbst mit ihrem humorvollen Anspiel. Als 75-Jährige ließ sie die Zuschauerinnen wissen, was sie alles investiert, um ihrem Alter vorzubeugen.
Den größten Eindruck aber hinterließ das Referat von Marion Buchheister aus St. Augustin bei Bonn über das Thema "Faltenfrei bis 103".
Zunächst entfaltete sie - und berief sich dabei auf zahlreiche Untersuchungen - , was so allgemein, von jung und alt, über das Älterwerden gedacht wird. Überwiegend wird es als ein Zustand angesehen, der vor allem mit Verlust von Jugend, Attraktivität, Gesundheit u.a. verbunden wird. Das kann, muss aber nicht, bei den Betroffenen zu einem Gefühl von persönlicher Unzulänglichkeit führen. Deshalb wird dieser Zustand, der meistens mit einer Zunahme von Pfunden und Falten einhergeht, wie ein Feind bekämpft. Das wiederum bewirkt eine Hochkonjunktur von Diäten und Cremes aller Arten.
Das Älterwerden - so hielt die Referentin dagegen - hat aber auch nicht zu verachtende Vorteile, wie Reife, Lebenserfahrung, einen Schatz von Erinnerungen, mehr Zeit zur freien Verfügung.
Außerdem läge manches durchaus auch in der Hand der Betroffenen, ob sie gelassen und fröhlich älter werden oder nicht.
Danach führte sie anhand vieler Punkte aus, was zur Erlangung des angestrebten Zieles, für Jüngere und Ältere, beherzigenswert ist. Davon kann im folgenden nur einiges stichwortartig wiedergegeben werden:
- vorsorgen statt grübeln
- tun, was mir im Leben wichtig ist (Enttäuschung über die eigene Lebensleistung ist eine häufige Ursache von Altersresignation)
- Kontaktpflege (zur Vorbeugung von Einsamkeit im Alter), nicht nur mit Menschen sondern auch mit Gott
- sich nicht nur um die eigene Achse drehen, sondern für andere da sein
- dankbar die täglichen Wohltaten genießen
- rechtzeitig lernen, sich helfen zu lassen.

Ein anhaltender Applaus beendete das Frühstückstreffen und zeigte, dass das Referat eine dankbare Aufnahme gefunden hatte.
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