Nur das E-Bike boomt

Die Krönung einer alternativen Antriebsart?
Unterm Dach wurde es zwar nicht gerade eng, doch das Interesse an Elektromobilität war deutlich größer als das durch Kauf bezeugte Interesse an rein stromangetriebenen Autos. Dieses hat letztes Jahr noch nicht mal den Promille-Bereich erreicht, dämpft Friedemann Braus die gegenwärtige (und nicht erste) Elektroauto-Euphorie. Braus ist Experte für elektrisch betriebene Fahrzeuge bei der DEKRA und gab beim Dachbodengespräch der Kolpingsfamilie Oedheim Gelegenheit, die Abwägung der Vor- und Nachteile nüchtern zu betrachten. Kohlendioxid-Emission gleich Null beispielsweise gelte natürlich nur, wenn man sicher ist, nur entsprechend produzierten Strom zu bezahlen. Sonst verschlechtert sich sogar die Bilanz gegenüber einem Dieselmotor an Bord. Mit der aktuell verfügbaren Akku-Technik bewähren sich Elektroautos vor allem im Carsharing für kurzzeitigen Einsatz in Ballungszentren mit reservierten Parkplätzen. Wer bei alltäglichen Fahrten auf entspannende Wohnzimmer-Atmosphäre verzichten kann, der solle sich nicht scheuen, auf das bei jüngeren Generationen als „Flautenschieber“ verpönte E-Bike zurück zu greifen. Damit ließen sich vor allem hohe zweistellige Reichweiten erreichen, völlig unabhängig vom ÖPNV und ganz ohne Duschdrang.
Eingestellt von: Gerhard Sommer
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