Besuch der LandFrauen Grantschen im Kernerhaus

In Kerners Wohnzimmer Fotograf: Ursula Hamann, Ort: Weinsberg (Foto: Ursula Hamann)
Die LandFrauen Grantschen besuchten zusammen mit einigen Gästen das Kernerhaus und den Geisterturm in Weinsberg. Dr. Bernd Liebig führte die Gruppe mit guter Sachkenntnis und viel Humor durch das Haus und die Zeit der Romantik, in der der Dichter und Arzt Justinus Kerner lebte. Die Reihenfolge seiner Berufe hat Kerner selbst in einem kleinen Vers verdeutlicht: „Flüchtig leb´ ich durchs Gedicht, durch des Arztes Kunst nur flüchtig – nur wenn man von Geistern spricht, denkt man mein noch und schimpft tüchtig“. Erstaunt darüber, dass die Epoche der Romantik keineswegs im Sinne des heutigen Begriffs „romantisch“ zu verstehen sei, erfuhren die Teilnehmer, dass Todessehnsucht, Heldentod, nicht erfüllte Liebe und dergleichen, romantisch war. Die Liste der Gäste des Hauses, von Dichtern, Herzogen, Grafen, ja sogar von Kaiserin Sissi, bis zum armen Wanderburschen, versetzte Alle ins Staunen. Der „Nervenstimmer“, gebaut nach Angaben der Seherin von Prevorst, wurde von Bernd Liebig in seiner Funktion erklärt. Der Geisterturm wirkt auch heute noch etwas magisch. Es mag sein, dass dies auch mit der dortigen Aufbewahrung der skelettierten Köpfe von Kerners Pferd und des Storches zusammenhängt. Beim Abschluss in der Vinothek waren sich die Teilnehmer einig: Ein Besuch im Kernerhaus lohnt sich!
Eingestellt von: Ursula Hamann
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