Haareis, Eiswolle, Zuckerwatte, Eisfäden......

Bei meiner Wanderung am vergangenen Freitag konnte ich wieder einige dieser grazilen Gebilde entdecken. Die Interessantesten davon habe ich meine. stimme - Lesern mitgebracht.

Deutschlandweit interessieren sich die Naturliebhaber für dieses Phänomen, welches - falls überhaupt - vorwiegend an Schnee freien oder Schnee armen Wintertagen ( am besten ) sichtbar wird.

Meine Aufnahmen belegen, dass Haareis nicht nur - wie oft beschrieben - auf dem am Waldboden liegenden Holz zu finden ist. Exemplare in 4 m Höhe ( Fotos heute und in den letzten Wochen ) sind keine Seltenheit. Dies beantwortet auch die Frage ob der winteraktive Pilz vom Boden aus in das Holz einwandert.

Auch sind rindenfreie Stellen keine Voraussetzung für das Entstehen von Haareis. Regelmäßige meine.stimme - Leser wissen es:  Haareis wächst unter der Rinde und sprengt diese in kurzer Zeit ab.

Haareis ist dünner als ein menschliches Haar ( siehe Nahaufnahme am Ende der Fotostrecke incl. Schneeflöckchen  ). Warum die bis zu 10 cm langen Haare nicht zusammenkleben ist noch nicht endgültig geklärt. Forscher vermuten, dass Lignin oder ein ähnlicher Stoff das Eis seine ungewöhnliche Form behalten lässt.

Heinz Lindheimer, 23.01.2022

( Um die feinen Strukturen besser zu erkennen, am besten oben "Vollbild" wählen )
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3 Kommentare
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Anneliese Herold aus Oedheim | 23.01.2022 | 10:23  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 23.01.2022 | 11:38  
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Daniela Somers aus Untergruppenbach | 24.01.2022 | 18:58  
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