Schloss Stetten - ein Hohenloher Schmuckstück

Blick vom Kocher auf die imposante Burganlage "Schloss Stetten"
Als ich von Kocherstetten zum Schloss Stetten steil bergauf gewandert war, empfing es mich ganz wie eine sichere Burg. Ich setzte mich auf die urige Aussichtsbank und schaute rechts auf trutzige Mauern und links mit weitem Blick ins Kochertal. 

Schön ist Schloss Stetten gelegen - hoch oben auf einem Aussichtssporn und mit den Mauern ringsherum früher fast uneinnehmbar für seine Feinde. So ist es auch kein Wunder, dass die Burg im Laufe ihres Bestehens nie zerstört wurde. Sie wurde baulich auch nicht wesentlich verändert und präsentiert sich immer noch in seiner ursprünglichen Gestalt einer hochmittelalterlichen Ritterburg. 

Legendär ist der heftige Streit 1488 zwischen den Herren von Stetten und den Herren von Hohenlohe um die Burg Tierberg. Im Verlauf dieser Fehde belagerten die Hohenloher die Burg Stetten und eroberten dabei die Vorburg. Nach zähen Verhandlungen und Einschaltung von Schlichtern konnten sich die Streithähne friedlich einigen, weshalb es zu keiner Beschädigung oder gar Zerstörung der Burg kam. Sie gilt heute als eine der am besten erhaltenen Burgen aus der Stauferzeit.

Schloss Stetten ist der offizielle Name der Stammburg der Freiherren von Stetten und des angrenzenden Weilers und heute ein Stadtteil von Künzelsau. Die um 1200 erbaute Burganlage besteht aus einer Schildmauerburg und dem im Jahre 1716 erbauten und kürzlich generalsanierten Barockschloss. Dieses Schlossgebäude dürfte wohl auch der Grund des heutigen Namens "Schloss Stetten" sein. 

Nun wollte ich Schloss Stetten näher erkunden. Ich ging entlang der Mauer um die Burg herum, sah den Burggraben, in dem im Sommer die Künzelsauer Burgfestspiele Schloss Stetten stattfinden. Dieses Jahr fallen sie allerdings aus - sie wurden auf nächstes Jahr verschoben. 

Das hübsche Fachwerktorhäuschen lädt dazu ein, hindurch zu gehen und die Burganlage zu entdecken. Der Blick fällt auf die imposante Schildmauer und das barocke Schlossgebäude, zwischen denen die kleine Kapelle grüßt. Während der Festspielzeit sind der Bergfried und die Kapelle zur Besichtigung geöffnet. 

Der Weg führt hinunter zum mediterran anmutend angelegten Burggarten mit weiten Blicken ins Kochertal und auf Kocherstetten. Schön ist es, dort zu verweilen. Beim Rundgang durch die Burganlage eröffnen sich immer wieder neue Blicke auf die Burggebäude, aber auch ins Kochertal. 

Man kann die Burganlage, die sich in Privatbesitz befindet, auf eigene Faust erkunden; eine Innenbesichtigung ist jedoch nicht möglich. Der angrenzende Weiler Schloss Stetten ist heute der schön gelegene und  sehr gepflegte Altersruhesitz "Residenz Schloss Stetten". 

Anmerkung: Infos teilweise aus Wikipedia. 
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13 Kommentare
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Moni Bordt aus Weinsberg | 09.06.2020 | 16:27  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 09.06.2020 | 17:18  
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Wolfgang Kynast aus Heilbronn | 09.06.2020 | 17:57  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 09.06.2020 | 18:00  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 09.06.2020 | 18:21  
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Moni Bordt aus Weinsberg | 09.06.2020 | 18:24  
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Uschi Pohl aus Heilbronn | 09.06.2020 | 18:58  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 09.06.2020 | 19:18  
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Gerhard Hölzel aus Neckarsulm | 10.06.2020 | 22:23  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 10.06.2020 | 22:33  
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Angelika Di Girolamo aus Künzelsau | 13.06.2020 | 21:08  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 14.06.2020 | 01:20  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 14.06.2020 | 14:35  
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