Das Warten hat sich gelohnt ....... Unser Geißhirtle-Birnbaum - eine "schwabentypische" alte Birnensorte

In unserem Garten steht ein wunderbarer Geißhirtle-Birnbaum...….

Vor einigen Jahren - da stand der Birnbaum schon lange in unserem Garten - wollten wir ihn nach vielen Überlegungen absägen, weil die ganzen Jahre kaum ein Birnchen an den Ästen hing. Die wenigen, vielleicht 50 Birnchen, fielen entweder ab, bevor sie reif waren; oder Würmer hatten die süßen Früchtchen als Leckerbissen entdeckt. Das kommende Jahr wollten wir ihn schweren Herzens vielleicht durch einen Apfelbaum ersetzen. 

Im nächsten Frühling aber versank unser Birnbaum in einem weißen Blütenmeer, als ob er uns sagen wollte "bitte lasst mich bleiben, ich schenke euch dieses Jahr ganz bestimmt viele Birnchen". Und natürlich blieb der Birnbaum stehen. Wir waren gespannt, ob sich aus all den Blüten tatsächlich Birnen entwickeln würden. 

Im Herbst bescherte er uns eine so reiche Ernte, dass wir kaum hinterher kamen, die süßen Früchtchen zu essen und zu Marmelade zu verarbeiten. Aber wir waren glücklich über unseren Birnbaum und froh, dass wir all die voran gegangenen Jahre geduldig gewartet hatten. 

Seither trägt er von Jahr zu Jahr mehr Früchte und dieses Jahr hängen die Äste schwer hinunter, weil so viele Birnchen dran hängen. Kaum eine Birne hat "Bewohner" - wir denken, dass es damit zu tun hat, dass wir unsere Wildvögel das ganze Jahr über füttern und sie viele der Schädlinge vertilgen. 

Und wir können jetzt genüsslich die leckeren Früchtchen vertilgen...…
Gestern habe ich auch das erste Birneng'sälz gemacht.  

Wissenswertes zu den Geißhirtle
Ein Ziegenhirte (Geißhirte) fand die Birnensorte 1850 in der Nähe von Stuttgart als Zufallssämling - daher der liebevolle Name. 

Das Geißhirtle (auch Stuttgarter Gaishirtle) ist eine kleine bis mittelgroße Birne. Sie ist saftig, süß und von feinwürzigem Geschmack mit einer zarten Schale. Alle diese Eigenschaften machen sie zu einer wunderbar aromatischen Sommerbirne, die sich auch zum Einmachen, für Marmeladen und zum Dörren eignet. Aber auch als Edelbrand macht sich die aromatische Birne gut, ist aber eine Rarität. 

Das Geißhirtle schmeckt am besten frisch vom Baum gepflückt, aber ist auch lecker als Birnenkompott oder "Gsälz". Die Birnchen werden Mitte bis Ende August nach und nach reif und sollten dann recht schnell gegessen oder verarbeitet werden, da sie nicht lange lagerfähig sind und sich nur wenige Tage halten. 
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11 Kommentare
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Katja Bernecker aus Heilbronn | 13.08.2019 | 12:54  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 13.08.2019 | 12:54  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 13.08.2019 | 13:06  
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Daniela Somers aus Untergruppenbach | 13.08.2019 | 15:05  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 13.08.2019 | 15:24  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 13.08.2019 | 21:39  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 13.08.2019 | 22:57  
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Sigrid Wengert aus Obersulm | 15.08.2019 | 16:40  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 15.08.2019 | 18:44  
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Manfred Rappold aus Oedheim | 18.08.2019 | 07:31  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 18.08.2019 | 13:05  
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