MOFA an WELT aus

Grün gewählt
Beilstein: Weingut Amalienhof | Warum fahren ältere Herren Mofa? Entweder weil sie in der Jugend eines hatten, oder weil sie in der Jugend keines hatten.
Und was ist das Besondere am Mofafahren? Da ist diese beruhigende Entschleunigung wenn das Mofa mit einer Reisegeschwindigkeit von 20 km/h über kleine Landstrassen knattert und der Fahrer Gerüche und Eindrücke der Landschaft auf sich wirken lassen kann; so wie Spazierengehen nur etwas zügiger.
Wenn dann eine Steigung kommt, der 2-Takter im niedrigsten Gang mit höchster Drehzahl den Berg erklimmt und irgendwann tatsächlich oben ankommt, dann stellt sich dieses „Berg-bezwungen-Gefühl“ beim Fahrer ein und so ein klein wenig kann er den Reinhold Messner nach einer 8000er-Besteigung verstehen. Berg erklommen, dann geht es wieder runter. Und da stürzt sich das Mofa mit ohrenbetäubendem Gekreische talwärts, die Tachonadel zittert bei 45 km/h, alle Glühlampen brennen durch, der Fahrer geht in die tiefste Haltung und dann sind „50“ erreicht, oder das Gefälle hört vorher auf. Und weiter geht es mit Reisegeschwindigkeit 20 km/h. Noch ein wildes Rennen mit einem Traktor, das sind Gefühle für richtige Männer.
Und das Schöne beim Mofafahren: wenn nach einer Stunde Reise der Sprit ausgeht, läuft der Fahrer einfach heim und holt den Reservekanister.
Mofa an-Welt aus.
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