Einmalige Sammlung im Schwäbischen Schnapsmuseum

Das Foto zeigt v.l. Silke Seybold, Angelika Fischer und Daniel Seybold vom Förderverein Museum im Steinhaus beim Einräumen der Gläser in die Empfangstheke
Bönnigheim: Schwäbisches Schnapsmuseum | Das Bönnigheimer Schnapsmuseum wird immer attraktiver. Nun konnte eine Sammlung von besonderen Pressgläsern erworben werden, welche einen interessanten Blick in die Geschichte des Ausschanks ermöglichen. Das 1825 entwickelte Pressglas erlaubte die preiswerte Herstellung von Gläsern in großen Mengen.

Früher gab es häufig Streit wegen der Füllmenge im Glas. Deshalb wurde 1881 ein Gesetz erlassen, dass die Getränkemenge im Glas mit einem Strich und dem Litermaß angezeigt werden muss. Allerdings galt das nicht unter 0,1 Liter.

Deshalb wurde bei industriell hergestellten Pressgläsern die Inhaltsangabe häufig am Fuß eingepresst. Durch die vielen Kleinstaaten gab es viele verschiedene traditionelle Maße. Deshalb gingen die Angaben von 1/10 bis zu 1/72 Liter (1,38 cl).

Das Maß- und Gewichtsgesetz von 1935 erlaubte nur noch Schnapsgläser mit einem Inhalt von 5, 4, 2,5 und 2 Zentiliter (cl). Die Gläser dieser einmaligen Sammlung von Siegfried Müller aus Burg Stargard an der Mecklenburgischen Seenplatte stammen deshalb aus der Zeit zwischen 1881 und 1935.
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