Erste Versammlung der Stillen Gesellschafter

Vor Veranstaltungbeginn bleiben nur wenige freie Stühle im Saal des Konrad-Sam-Gemeindehaus.
Brackenheim: Ev. Konrad-Sam-Gemeindehaus |

Nach großem Erfolg der Bürgerversammlung im Rathaus Brackenheim Mitte Februar 2017, folgte am 22. September 2017 mit der notariellen Gründung der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft der zweite wichtige Schritt. In der vergangenen Woche nun, konnte ein weiterer Meilenstein gesetzt werden: die Initiierung der Stillen Gesellschaft.

Nun geht es Schlag auf Schlag – die erste Versammlung der stillen Gesellschafter wurde am 17. Oktober 2017 in das evangelische Konrad-Sam-Gemeindehaus einberufen. Bei diesem wichtigen Ereignis wurden aus Absichtserklärern Stille Gesellschafter der ALTES DEKANAT gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt). Der große Andrang ließ keinen Zweifel aufkommen, dass es nicht nur um die Formalitäten der Gründung eines integrativen Cafés geht, sondern dass das Alte Dekanat ein herausragendes Brackenheimer Bürgerprojekt ist. Allein an diesem Abend haben 147 Bürgerinnen und Bürger ihren Vertrag als Stille Gesellschafter unterschrieben. Wie die nun formal in das Handelsregister eingetragene Bezeichnung „Altes Dekanat gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ bereits vermuten lässt, war der Weg zur Gründung durchaus ein steiniger. Pfarrer Oliver Westerhold hob in seiner Anmoderation hervor, dass in den vergangenen Monaten die Prüfung der Rechtsform viel Zeit in Anspruch nahm.
Der Steuerfachmann und neue Berater des Alten Dekanats, Herr Kraska, hat sich dieser komplexen Aufgabe angenommen und den stillen Gesellschaftern eine Einführung in das Gründungsprozedere des bundesweit einmaligen Projektes gegeben. Besondere wirtschaftsrechtliche Herausforderungen sind die Gemeinnützigkeit und Wettbewerbsneutralität, die jeden wirtschaftlichen Gewinn verbietet. Um diese Zielsetzung transparent und überprüfbar voranzutreiben, wurden aus den Reihen der Stillen Gesellschafter vier Beiräte gewählt, die die ehrenamtliche Geschäftsführung ebenso ehrenamtlich unterstützen, beraten und überwachen. Gewählt wurden Erik Lüngen (78 Stimmen), Silke Hirsch (76), Goetz Rosenbleck (73) und Gabriele Winkler (72). Die Stadt Brackenheim hat aufgrund einer Sonderauflage einen ständigen Beiratssitz.
Auf der Gründungsversammlung war bereits deutlich zu spüren, dass in Brackenheim ein besonderes Projekt aus der Taufe gehoben wurde. Mit diesem Rückenwind lassen sich nun die letzten Schritte vor der Eröffnung angehen. 
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