Im Botenheimer Heimatmuseum werden Erinnerungen wach

Zahra Rustami im Gespräch mit Christa Brückner: Das alte Bügeleisen erinnert sie an ein Missgeschick aus ihrer Kindheit.
Wie das Leben in Deutschland heute aussieht, erleben unsere ausländischen Mitbürger tagtäglich. Aber wie war es hier vor 50, 100, 150 Jahren? Welche Kleidung trugen die Menschen? Womit spielten die Kinder? Welche Werkzeuge benutzten die Arbeiter, welche Haushaltsgeräte die Frauen? Anschauungsmaterial in Fülle aus der „guten alten Zeit“ bietet das Botenheimer Heimatmuseum. Sibylle Sennecke vom Brackenheimer Integrationskreis lud im letzten One World Café zu einem gemütlichen Sonntagsspaziergang nach Botenheim ein, zur Besichtigung mit anschließendem Kaffee und Kuchen, den einige Frauen aus dem Kreis gebacken hatten.
Und so machten sich Familien und Ehepaare aus Syrien, Afghanistan und dem Iran bei schönstem Sommerwetter auf den Weg - und wurden durch einige Gegenstände tatsächlich an ihre alte Heimat erinnert. Edris, einem junger Teppichhändler aus dem Iran, war ein alter Webstuhl vertraut, und Zahra aus Afghanistan kam beim Anblick eines alten Bügeleisens ein Missgeschick aus ihrer Kindheit wieder hoch: Ein Kleidungsstück ihres Vaters überlebte ihre Bügelversuche nicht.
Für Christa Brückner, die Leiterin des Museums, war es bereits die zweite Gruppe Geflüchteter, die sich neugierig bei ihr umsahen – und bestens von ihr an drei Kaffeetischen aus Uromas Zeiten bedient wurden.
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