Bildungspolitik beim Weißwurstfrühstück

Genuss und Bildung: Kultusministerin Susanne Eisenmann beim CDU-Weißwurstfrühstück in Dörzbach
Dörzbach: Schloss Eyb | Als einen „fulminant schönen Rahmen“ empfand die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann den Dörzbacher Schlosshof beim diesjährigen Weißwurstfrühstück der CDU, zu dem der Vorsitzende Gerhard Sonnentag viele Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung begrüßen konnte. Bürgermeister Andy Kümmerle nutzte die Gelegenheit, um von der Ministerin Unterstützung für den laufenden Schulbetrieb zu fordern. Mit Genugtuung konnte er berichten, dass jetzt trotz vieler Zweifel der Ganztagesschulbetrieb aufgenommen werden könne und die schulische Erfolgsgeschichte durch den Bau einer Mensa und eines neuen Schulhofes abgerundet werde.
Früher war das Land im Vergleich die Nummer Eins, aber an der Spitze zu bleiben sei offensichtlich nicht einfach, stellte Susanne Eisenmann fest, denn: „Mit der derzeitigen Qualität können wir nicht zufrieden sein und es besteht dringender Handlungsbedarf“. So könnten manche Schulanfänger schon lesen, andere könnten nicht einmal einen Stift halten, und 35 Prozent der Vierjährigen hätten sprachliche Defizite: „das sind nicht unbedingt Migrantenkinder“ konstatierte die Ministerin. „Wir haben weitreichende Beschlüsse gefasst, aber es wird dauern.“ Beifall fand der Erlass der Ministerin für die verpflichtende Rechtschreibung ab Klasse eins sowie ein neuer Rechtschreibrahmen. Verbesserungen erwartet Susanne Eisenmann auch von der weiterentwickelten Grundschulempfehlung, denn in den Gymnasien zeige sich, dass viele Kinder nicht richtig beschult seien. „Lesen kann man nicht durch Wischen ersetzen“ warnte die Ministerin davor, dass Digitalisierung nicht zum Mantra wird. Lesen, Rechnen, Schreiben, Malen und Stillsitzen können seien zu erlernende Kulturtechniken und unverzichtbare Werte.
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