Hauswirtschaftsleiterin Margit Brasch nach 17 Jahren in den Ruhestand verabschiedet Noch vor Baubeginn des Seniorenzentrums Dörzbach hatte sie sich für die Stelle beworben

Es geht nach 17 Jahren im Seniorenzentrum Dörzbach in den wohlverdienten Ruhestand: Hauswirtschaftsleitung Margit Brasch (2. v. l.) wurde mit einem Reisekoffer und den allerbesten Wünschen vom Hausoberen Martin Schmelcher (l.), Einrichtungsleitung Meta Götz (r.) und Pflegedienstleitung Olessa Sachartschuk (2. v. r.) verabschiedet. (Foto: BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe: Jasmin Paul)
Sie kennt sie alle: sämtliche Mitarbeitende sowie Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige und auch die insgesamt drei Einrichtungsleitungen im Seniorenzentrum Dörzbach. Denn: Margit Brasch war von der ersten Sekunde an eine Konstante im Heim, das auch als „Haus am Goldbach“ bekannt ist. Nun – genau 17 Jahre später – geht die Hauswirtschaftsleiterin in den verdienten Ruhestand.
„Ich hatte mich bereits auf eine Stelle im Bereich Reinigungsdienst oder Küche beworben, da stand gerade einmal fest, dass bei uns im Ort ein Seniorenzentrum gebaut wird“, berichtet Margit Brasch. Sie wollte damals aus ihrem stressigen Beruf im gastronomischen Service weg und gleichzeitig möglichst direkt im Ort arbeiten, um mehr Zeit für ihre Familie und ihre zweite große Leidenschaft – den Chorpunkt Dörzbach – zu haben. „Also habe ich eine Bewerbung an die Hohenloher Krankenhaus GmbH geschickt, aber längere Zeit nichts gehört“, so Margit Brasch. „Ich dachte mir damals, dass ich als gelernte pharmazeutisch-technische Assistentin wohl einfach nicht ins Profil passe, auch wenn ich viel Erfahrung in der Hauswirtschaft mitbringe. Also habe ich eigentlich schon keine Rückmeldung mehr erwartet.“ – Aber die Rückmeldung in Form einer Einladung zum Vorstellungsgespräch kam schließlich doch. Nach einem sehr guten Gespräch im Hohenloher Krankenhaus sei sie schließlich zur damaligen Einrichtungsleitung im Altenheim Krautheim zum zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen worden. „Ich konnte es damals gar nicht glauben, dass man mir keine Stelle als Mitarbeiterin, sondern direkt als Hauswirtschaftsleitung angeboten hat. Denn es hatten sich auch einige Interessentinnen beworben, die genau diese Qualifikation mitgebracht haben“, erinnert sich Margit Brasch. Umso dankbarer sei sie daher bis heute um die fundierte, qualifizierte Einarbeitung, die ihr damals ab 15. November 2004 im Altenheim Krautheim zuteil geworden ist. „Dadurch konnte ich im April 2005 bestens gerüstet in meinen Beruf als Hauswirtschaftsleitung im Seniorenzentrum Dörzbach starten.“
Bis heute unvergessen: der Putzmarathon im Vorfeld der Eröffnung. „Zusammen mit Daniel Peterhansl, der damals Pflegedienstleitung war und heute stv. Betriebsratsvorsitzender ist, habe ich damals alles eingerichtet, die Betten bezogen und sogar die zahllosen Fenster geputzt“, erzählt Margit Brasch. „Los ging es dann mit nur drei Bewohnerinnen und Bewohnern im Pflegebereich. Selbst kochen im Haus hat sich da nicht wirklich gelohnt, so dass in der ersten Zeit das Essen noch von der Hofmann Menü-Manufaktur GmbH gebracht worden ist.“ Nach nur zwei Jahren habe sich das Seniorenzentrum Dörzbach allerdings als tragendes Standbein der sozialen Infrastruktur im Ort etabliert. „Die insgesamt 37 Pflegeplätze sind seitdem immer gefragt, so dass es uns in der Hauswirtschaft noch nie langweilig geworden ist“, so die frisch gebackene Rentnerin. Über die Jahre seien eine beschützte Wohngruppe für bis zu 16 Demenzkranke integriert worden und zusätzlich acht Tagespflegeplätze sowie zwei Mietwohnungen mit zubuchbaren Service-Leistungen hinzugekommen, die mit entsprechend individuell zugeschnittenen Angeboten versorgt werden. „Das klappt nur, wenn das Team zusammenhält und die Zusammenarbeit mit den Pflegekräften und den Leitungskräften funktioniert. Doch ich hatte hier nie Grund zur Klage“, freut sich Margit Brasch. „Auch als ich nach 1.5 Jahren im Krankenstand zurückgekommen bin, war es, als wäre ich nie weg gewesen. Ich wurde sogar während meiner Abwesenheit auf dem Laufenden gehalten, zu diversen Feierlichkeiten eingeladen und nach meiner Rückkehr problemlos wieder ins Team integriert. Sowas findet man nicht an jedem Arbeitsplatz. Das gute Miteinander hier im Seniorenzentrum Dörzbach hat mir definitiv für die Genesung Kraft gegeben und ich werde es nie vergessen.“ Auch den Kontakt ins Seniorenzentrum will sie in der Rentenzeit aufrechterhalten. „Jetzt nehme ich mir aber erst einmal ein wenig Zeit für meine Familie und meine Hobbies“, so die ehemalige Hauswirtschaftsleiterin, die Ende Februar vom Hausoberen Martin Schmelcher, Einrichtungsleitung Meta Götz und Pflegedienstleitung Olessa Sachartschuk mit einem Reisekoffer und den besten Wünschen in den verdienten Ruhestand verabschiedet worden ist.
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